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Balingen und Düsseldorf warten weiter auf ersten Erfolg

Favoriten müssen sich Siege hart erkämpfen

Die Kellerkinder HSG Düsseldorf und HBW Balingen-Weilstetten warten weiter auf ihren ersten Saisonsieg. Das Nachbarschaftsduell mit den Rhein-Neckar Löwen verlor der HBW 21:24 (10:11). Beim 24:26 (10:11) gegen die SG Flensburg-Handewitt blieb der große Kampf des Aufsteigers HSG unbelohnt. 50 Tore fielen auch in Aschaffenburg: Da besiegte der TV Großwallstadt den MT Melsungen 26:24 (14:10).

Nach einer ausgesprochen müden ersten Halbzeit, die wie das Duell Kann-nicht-gegen-Will-Nicht wirkte, entwickelte sich in Düsseldorf ein nicht hochklassiges, aber packendes Kampfspiel. Die HSG, die ab der 15. Minute ständig einem Rückstand hinterhergelaufen war, fightete sich nach vorne. Beim 21:19 (49.) lagen die Düsseldorfer sogar mit zwei Toren in Führung.

Klassevorstellung von Knudsen

Doch die vorher eher verpennt wirkenden Gäste schlugen zurück. Allen voran Kreisläufer Michael Knudsen, der mit sieben Treffern und einer Klassevorstellung in der insgesamt zu lange zu wenig aggressiven Deckung zum überragenden Akteur avancierte.Trotzdem gaben die Hausherren sich nie geschlagen, hatten auch beim 24:25 in der Schlussminute noch die Chance auf einen Punkt. Eine Zeitstrafe gegen HSG-Trainer Goran Suton und ein von Anders Eggert verwandelter Siebenmeter entschieden die Partie dann für die etwas clevererenFlensburger.

Rot für Henning Fritz

Auch in Balingen herrschte Hektik – allerdings hauptsächlich in der Anfangsphase. Löwe Bjarte Myrhol musste schon nach fünf Minuten blutüberströmt mit einer Platzwunde auf der Stirn in die Kabine, er hatte den Wurfarm von Philip Müller abbekommen. Zweieinhalb Minuten später folgte ihm Henning Fritz: Der Ex-Nationaltorhüter hatte bei einem langen Pass Bswlingens Vladimir Temelkov über den Haufen gerannt und sah Rot.

Bis zur Pause hielten die kampfstarken Hausherren den Anschluss. Dann zogen die Löwen auf 15:11 (34.), 17:12 (39.) und 20:15 (48.) davon. Als der HBW noch einmal auf 20:18 (52.) verkürzte, träumten die Schwaben von einem Punkt. Die routinierten Gäste schaukelten die Partie aber vor allem dank der Wurfkraft von Karol Bielicki nach Hause.

Überragender Andreas Kunz

Großwallstadt lag immer in Führung, beim 12:5 (19.) sogar schon mit sieben Toren. Die Hessen arbeiteten sich aber wieder heran, hatten beim 19:18 (47.) den Rückstand auf ein Tor verkürzt. Nach dem fälligen Time Out ließ der TVG, der in Linskaußen Andreas kunz seinen überragenden Akteur hatte, aber nichts mehr anbrennen und zog wieder  beruhigend auf 24:19 (53.) davon.

Die Statistik

HSG Düsseldorf: Puhle, Savonis; Berblinger (2/1), Kedzo (6), Hegemann (1), Ramota, Fölser (5), Kurtchev, Kogut (4), Wernicke (1), Weiß, Asgeirsson (1), Sulc (4).

SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Sjöstrand;.Karlsson (1), Carlen (2), Eggert (2/2), Fahlgren, Mogensen (4), Svan Hansen, Christiansen (4/1), Johannsen (4), Heinl, Pettersson (1), Boesen (1), Knudsen (7).

Zuschauer: 2.112. - Schiedsrichter: Schulze/Tönnies. - Zeitstrafen: 8:6 Minuten. – Siebenmeter: .1/1:5/3.-


TV Großwallstadt – MT Melsungen 26:24 (14:10)

TV Großwallstadt: Andersson, Rominger; .Kneer (3), Köhrmann (2), Szücs (2), Weinhold (3), Kunz (10/2), Kossler, Schmeißer, Spatz (2), Jakobsson, Larsson (1), Tiedtke (3).

MT Melsungen: Kelentric, Lechte; Sanikis, Schöngarth (2), Vasilakis (2/1), Vuckovic (8/4), Stojanovic (4), Anusic, Tellander (2), Tzimourtos (1), Danner, Treutler, Klitgaard (5).

Zuschauer: 3.112. - Schiedsrichter: Hartmann/Schneider. - Zeitstrafen:  6:6 Minuten. – Siebenmeter: 2/2:7/5.


HBW Balingen-Weilstetten – Rhein-Neckar Löwen 21:24 (11:12)

HBW Balingen-Weilstetten:
Marinovic, Grathwohl; Schuldt, Lobedank (5), Herth (3/2), Müller (2), Sauer (2), Temelkov, Ettwein, Wilke (1), Bürkle (1), Strobel (3), Hojc (3), Wagesreiter (1)

Rhein-Neckar Löwen:
Szmal, Fritz; Gensheimer (4/1), Roggisch (2), Prieto, Bielicki (7), Manojlovic, Gudjonsson (2), Stefansson (2/1), Müller (1), Myrhol (1), Alvanos (3), Sigurdsson (1), Groetzki (1).

Zuschauer:  2.050. – Schiedsrichter: Immel/Klein. – Zeitstrafen:  8:10 Minuten. – Disqualifikation: Fritz (8., grobes Foulspiel). - Siebenmeter: 4/2:3/2