THW Kiel - VfL Gummersbach - Filip Jicha macht den Unterschied - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Filip Jicha macht den Unterschied

Die Vorzeichen waren klar: Kiel war erstens wütend (nach der Pokal-Pleite in Gummersbach) und zweitens gewarnt (nach dem VfL-Sieg in Hamburg). Und Gummersbach war willig, erneut einen der "Großen" zu schlagen, aber leider zu müde. Nur 45 Minuten reichte die Gegenwehr gegen einen taktisch sehr disziplinierten und von Alfred Gislason bestens vorbereiteten THW. Bis dahin führten die Kieler permanent (6:1/10.), wenn auch nicht komfortabel (18:16/42.).

Dann die Vorentscheidung: Kiel (Ahlm und Andersson) erhielt durch die wechselhaften Schiedsrichter Geipel/Helbig zwei Zeitstrafen und bestritt die Phase Mitte der zweiten Halbzeit in doppelter Unterzahl. Dennoch gelang es Gummersbach nicht, auszugleichen. Im Gegenteil: Vedran Zrnic scheiterte am guten Thierry Omeyer und erst Dominik Klein und dann Daniel Narcisse erhöhten im Gegenzug auf 21:17 (46.).

Danach verwaltete Kiel den Vorsprung locker und souverän über die Zeit. Vor allem Filip Jicha (13/4) war einmal mehr nicht zu stoppen. Der VfL wurde zudem immer müder. Es fehlte an Durchschlagskraft und Präzision und an personellen Alternativen im Rückraum. Wäre nicht Torhüter Stojanovic an diesem Mittwochabend überragend gewesen, Kiel hätte in der Kölner Arena ein Schützenfest gefeiert.