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Flensburg auf Champions-League-Kurs

Der Spannungsbogen dieser Partie war schnell erlahmt: Die Mindener führten durch Treffer von Barna Putics und René Bach Madsen 2:1, doch als Mindens Trainer beim 2:6 die erste Auszeit nahm, war die Partie eigentlich schon gelaufen. Zu dominant waren die Flensburger, bei denen der umworbene Linkshänder Oscar Carlén aus allen Lagen traf, wie er wollte, zu schwach agierten die Mindener. Auch, wenn sich die erste "Feld-Sechs" von GWD gar nicht einmal schlecht las: Aljoscha Schmidt, Barna Putics, René Bach Madsen, Moritz Schäpsmeier, Gylfi Gylfason und Kreisläufer Anders Henriksson hatten begonnen. Doch da Madsen und Putics, die zuletzt verletzt ausgefallen waren, noch nicht wieder richtig fit waren, war es einzig Moritz Schäpsmeier, der Torgefahr aus dem Rückraum ausstrahlte. Insgesamt waren die Mindener gegen aggressive Flensburger aber erschreckend hilflos und hatten nicht den Hauch einer Chance.

Schnell machte der Begriff "blaues Wunder" die Runde, welches GWD dieses Mal gegen die Fördestädter erlebe, anstelle des "Wunders von Flensburg", welches Minden vor zwei Jahren sensationell den Klassenerhalt beschert hatte. Nach und nach brachte Mindens Trainer Schefvert seine Nachwuchsspieler. Besonders der agile A-Jugendliche Sören Südmeier wusste dabei im Rückraum zu gefallen. In der zweiten Hälfte eingewechselt erzielte er zwei Tore selbst und zog geschickt die Fäden.

Durch den frischen Wind der Youngster wich die Langeweile bei den Fans in der zweiten Hälfte einer für den Spielstand relativ guten Stimmung. Da auf dem Platz wenig los war, hatten zumindest die Fanblocks beider Lager ihren Spaß: In der Halle möglichst weit voneinander platziert, duellierten sie sich verbal. Allerdings nur ein halbes Spiel lang, da die Flensburger Fans im Stau stecken geblieben waren.