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Flensburg gelingt die große Revanche

Nur bis zum 6:8 (16.) konnte die HSG Wetzlar gegen den Tabellendritten mithalten, bevor die Gäste locker auf 13:6 (23.) davonzogen. Als Sven-Sören Christophersen, der als einziger Wetzlarer Rückraumspieler Torgefahr ausstrahlte, in der 24. Minute die fast achtminütige Torflaute der Grün-Weißen beim 7:14 beendete, war die Partie längst zugunsten der Flensburger und deren fünften Sieg in Folge entschieden. Und dies auch, weil die behäbigen Gastgeber mit viel zu wenig Tempo gegen die starke Abwehr der SG agierten. Und wenn sie diese dann doch einmal versetzt hatten, scheiterten sie oft auch noch an Torwart Dan Beutler. "Wir haben ihn schön eingeworfen", ärgerte sich HSG-Coach Michael Roth, dessen eigene Keeper einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten. So hielt Vladan Krasavac in der 25. (!) Minute den ersten Wurf eines Flensburgers, nachdem er zuvor wie Nikolai Weber nur die Bälle aus dem Netz holen konnte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die einseitige Partie längst zu einem Trainingsspiel für die Gäste entwickelt, bei denen der in der zweiten Hälfte eingewechselte Alexander Pettersson mit sechs Treffern und zwei äußerst sehenswerten Drehern für die Höhepunkte in der einseitigen Partie sorgte.

Dagegen wurde der im Januar aus Wetzlar gekommene Neuzugang Petar Djordjic von Per Carlén auch aus taktischen Gründen erst in der 51 Minute eingewechselt. "Es dauert eben alles seine Zeit", sagte der Serbe. "Er muss sich noch akklimatisieren", sagte Carlén, der sich über "die große Revanche" nach dem Remis in der Vorsaison in Wetzlar freute. "Wenn unsere Leistungsträger ausfallen, sind wir nicht gutes Mittelmaß, sondern spielen gegen den Abstieg", sagte Roth in Richtung von Nikolai Weber, Timo Salzer, Daniel Valo und Avishay Smoler, während Flensburgs Teammanager Ljubomir Vranjes glaubt, "dass wir nach den tollen Ergebnissen zuletzt auch am Ende den dritten Platz belegen."