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SG weist Badener Millionen-Truppe in die Schranken

Flensburg stürmt Höhle der Löwen

Die SG Flensburg-Handewitt hat für die größte Überraschung der Saison gesorgt. Bei den Rhein-Neckar Löwen setzten sich die Nordlichter auch in der Höhe völlig verdient 30:26 (15:13) durch.

Dabei hatten die Hausherren gut begonnen, sich nach dem 9:5 (13.) aber offenkundig zu sicher gefühlt. Beim 10:10 (20.) hatten die Gäste dank ihrer beweglichen Deckung vor dem starken Dan Beutler erstmals wieder den Ausgleich geschafft. Kurz vor der Pause setzte sich die SG nach dem 13.13 (26.) dann erstmals ab.

Diese Führung wurde nach dem Seitenwechsel nicht nur behauptet, nur beim 17:18 (37.) kamen die Badener noch einmal auf ein Tor heran. Doch die SG steckte auch weg, dass Abwehrchef Jacob Heinl nach seiner dritten Zeitstrafe zusehen musste, und der angeschlagene Michael Knudsen trotz seiner Oberschenkelverletzung wieder aufs Feld humpeln musste. Über 22:18 (44.) und 25:21 (51.) brachten die Schützlinge von Trainer Per Carlen, dessen Sohn Oscar im rechten Rückraum überragte, den Sensationssieg nach Hause.

Wie blank die Nerven bei den Löwen liegen, zeigte die Rangelei, die Michael Müller unmittelbar vor Spielschluss anzettelte, und die fast noch zu einer Massenschlägerei geführt hätte.

Das Spiel in der Statistik

Rhein-Neckar Löwen – SG Flensburg-Handewitt 26:30 (13:15)
Rhein-Neckar Löwen:
Fritz, Szmal, Gensheimer, Roggisch, Harbok (1), Bielicki (3), Manojlovic (1), Gudjonsson (3), Stefansson (6/3), Müller, Klimovets (1), Myrhol (5), Sigurdsson (3), Groetzki (3).
SG Flensburg-Handewitt:
Beutler, Sjöstrand; Karlsson, Carlen (7), Eggert (2/2), Fahlgren (2), Mogensen (4), Svan Hansen (3), Christiansen (4/1), Johannsen, Heinl (4), Pettersson (1), Knudsen (3).
Zuschauer: 9.133. – Schiedsrichter:  Prang/Reichl. – Zeitstrafen: 12:18 Minuten. - Disqualifikationen: Heinl (42., nach der dritten Zeitstrafe), Mogensen (52., nach der dritten Zeitstrafe), Müller, Carlen, Knudsen (alle 60., wegen unsportlichem Verhalten). – Siebenmeter: 3/3:4/3.