SG Flensburg-Handewitt - Lars Christiansen geht nach 14 Jahren - "Flensburg war einfach traumhaft" - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Lars Christiansen geht nach 14 Jahren

"Flensburg war einfach traumhaft"

Er ist Aushängeschild, Vorzeigesportler und auch noch ein richtig netter Kerl. Flensburgs Handball-Urgestein Lars Christiansen bestreitet am 5. Juni in Hannover-Burgdorf sein letztes Bundesliga-Spiel für die SG Flensburg-Handewitt.

Dort spielte er 14 Jahre, bestritt mehr als 600 Partien und erzielte rund 4000 Tore. «Hier sind alle meine Träume wahr geworden», erzählt der Linksaußen. Nach Abschluss der Saison kehrt der 38 Jahre alte Däne in sein Heimatland zurück.

Christiansen - nur 30 Kilometer entfernt von Flensburg im dänischen Sonderborg aufgewachsen - kam schon früh in die Fördestadt. «Ich habe hier als Kind meine Handballschuhe gekauft. Schon damals hab ich davon geträumt, in Flensburg zu spielen.» 1996 wechselte er als Spieler zur SG Flensburg-Handewitt - und gewann gleich in der ersten Saison den EHF-Pokal. Mit ihm holte die SG 2001 den Europapokal der Pokalsieger, wurde 2003 bis 2005 deutscher Pokalsieger und feierte 2004 die langersehnte erste deutsche Meisterschaft.

«Das war für mich das Größte», betont Christiansen. In der Champions League stieß er mit der SG 2004 (gegen Celje) und 2007 (gegen den THW Kiel) bis ins Finale vor. «Die beiden Niederlagen taten weh. 2004 waren wir besser als Celje.» Ärgerlich war für ihn auch die Halbfinal-Niederlage im diesjährigen EHF-Pokal gegen Schaffhausen. «Mit dem Titel in meiner letzten Saison hier hätte sich der Ring geschlossen. Das wäre perfekt gewesen.»

Mittlerweile hat der Europameister von 2008 den früheren SG-Torhüter Jan Holpert als SG-Rekordspieler abgelöst, die meisten Tore für Flensburg hat er sowieso geworfen. Für den Bundesliga- Torschützenrekord reicht es allerdings nicht mehr ganz. Den behält der Südkoreaner Kyung-Shin Yoon, der mit 2905 Treffern nur ein paar Tore mehr auf dem Konto hat.

«Ich brenne immer noch», betont der 38-Jährige. Warum also der Weggang aus Flensburg? «Es waren 14 fantastische Jahre. Aber ich wollte entscheiden, wann ich gehe. Richtig ist, auf dem Höhepunkt aufzuhören», erzählt Christiansen, der immer wieder Angebote europäischer Top-Clubs hatte, der SG aber treublieb. «Geld war nie die Frage, sondern: Wie passt es für mich als Person?», erklärt er die Liebe zur SG.

In Dänemark baut er zusammen mit zwei Partnern eine Sportler- Beratungsagentur auf. Zum Handball-Rentner wird er dennoch nicht. Drei Jahre will er noch in der dänischen Liga spielen. «Mein Ziel ist Olympia 2012. Dafür werde ich alles geben», sagt er - und meint das ernst.

Den Weg nach Flensburg wird der dänische Rekordnationalspieler dennoch oft fahren. Als Abschiedsgeschenk habe er sich zwei SG- Dauerkarten gewünscht. «Ich werde so oft herkommen, wie ich kann. Flensburg wird immer Teil meines Herzens sein», betont er.

 

KOMMENTARE

Werner Bies, 03.06.10, 11:53 Uhr
Lars Christiansen ist ein Vorbild-Handballer. Ich wünsche ihm alles Gute und viel Freude als Zuschauer bei den mehr »
MAX-ARNO, 02.06.10, 19:57 Uhr
LARS! Ein klasse Handballer, Super Typ, Ehrlich und gradlinig und immer ein schwerer Brocken für meinen THW. Danke für mehr »
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