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Flensburger Abwehrkunst

Die SG Flensburg-Handewitt beeindruckte gegen die Mainfranken einmal mehr mit einer furiosen Abwehrleistung und stellte mit den 18 Gegentoren eine neue Saisonbestleistung auf. "Das war überragend", schwärmte SG-Trainer Per Carlén. Sein Trainerkollege Michael Biegler war dagegen sichtlich geknickt. "Wir konnten bestimmte Qualitäten nicht abrufen, um Tore zu erzielen", meinte der TVG-Coach, der mit seinem Team seit seiner Amtsübernahme im neuen Jahr bis auf Platz sieben geklettert war. Für ihn hatte lediglich Torhüter Mattias Andersson "Normalform" erreicht und seine Mannschaft vor einer noch höheren Niederlage bewahrt. Doch Andersson verlor an diesem Abend das Duell der schwedischen Nationaltorhüter gegen Dan Beutler. Der parierte 17 Würfe, darunter einen Siebenmeter von Spatz. Der TVG fand in den ersten 26 Minuten der zweiten Hälfte kaum eine Lücke in der Flensburger Abwehr und erzielte lediglich vier Treffer. So war die SG entscheidend von 13:10 auf 23:14 davon gezogen. Großen Anteil am SG-Erfolg hatte neben Beutler und der Defensive in erster Linie Trainersohn Oscar Carlén. Dem 22-Jährigen hatte die Freistellung von der Nationalmannschaft wegen Beschwerden im Ellenbogen und Knie gut getan. Acht Tore steuerte er zum Erfolg bei und meinte anschließend: "Die Pause, in der ich nur Krafttraining gemacht habe, hat viel gebracht."