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Zurück zum Bewährten

Flensburger Neulinge brauchen Geduld

Die beste Leistung in der neuen Saison legte die SG Flensburg-Handewitt mit altem Personal hin. Alle Neuzugänge durften beim Auswärtsspiel in Hannover von der Bank aus beobachten, welches Spiel Trainer Per Carlèn vorschwebt. Patrik Fahlgren begann in der Mitte, Thomas Mogensen rückte nach links, Anders Eggert - genesen vom Muskelfaserriss - besetzte endlich wieder die Linksaußenposition und Dan Beutler kehrte nach der schöpferischen Pause gegen Friesenheim ins Tor zurück.

Nur zwölf Minuten lang wunderten sich die Flensburger noch über Tempo und offensive Deckung der Hannoveraner, danach lief fast alles wie geschmiert. Die Abwehr wirkte wie vom Rost befreit, die Automatismen griffen wieder, was auch Dan Beutler zu Gute kam. "Starke Abwehr, starker Torwart - so ist das", stellte der Schwede fest.

Sören Rasmussen musste nach seiner starken Leistung wieder der Nummer eins im Tor den Vortritt lassen, während Viktor Szilgyi und Tamas Mocsai in Hannover immerhin noch ins Spiel kamen als alles gelaufen war. Der Ungar fügte sich wie schon zuvor reibungslos ein. Schwieriger stellt sich die Situation für Szilagyi dar, dessen Engagement mit komplexeren Aufgaben und höherem Erwartungsdruck verbunden ist. "Ich habe nicht die richtigen Wurfentscheidungen getroffen - das ärgert mich. Ich kann mehr, als ich bisher gezeigt habe", meinte der Österreicher nach der Partie gegen Friesenheim und bat um Geduld. "Man braucht jede Minute Spielpraxis, bis man weiß, was die Mitspieler in der jeweiligen Situation tun." Per Carlèn will ihm die Zeit geben, wird aber nach den Erfahrungen von Hannover das Tempo des Neuaufbaus wohl ein wenig drosseln.