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Flohr mit einem starken Auftritt

Nach 12 Minuten hatte Martin Schwalb genug gesehen. Der HSV-Coach nahm eine Auszeit und "fönte" sein Team in bester Alex-Ferguson-Manier zu Recht. "Wir haben den TSV zunächst zum Torewerfen eingeladen und so gespielt, wie man nicht spielen sollte. Dann aber wollten wir das Spiel über die Abwehr holen, was auch gelang", so Schwalb. "Hamburg hat zu Beginn arrogant gespielt, Dormagen in dieser Phase sehr gut", befand auch Bundestrainer Heiner Brand zur Pause. "Danach hat der HSV vor allem seine körperliche Überlegenheit in der Abwehr ausgespielt und ist so zu einfachen Gegenstoßtoren gekommen. Dem Bundestrainer dürfte besonders der Auftritt von Matthias Flohr gefallen haben, der in Angriff und Abwehr eine der Stützen des HSV war. Nach der Auszeit übernahm dann der HSV erwartungsgemäß das Zepter und spätestens bei Lindbergs Treffer zum 14:5 in der 25. Minute war klar, dass es keine Sensation wie in der Vorsaison geben würde. TSV-Coach Kai Wandschneider konnte mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden sein, ärgerte sich aber darüber, dass die Niederlage zweistellig ausfiel: "Die Moral stimmte. Die Mannschaft war aktiver als in Kiel und legte einen besseren Start hin. Doch gegen diese Hamburger Abwehr gab es kaum ein Durchkommen. Ich war erneut mit Jens Vortmann zufrieden, der wieder mehrere freie Würfe parierte."