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Löwen, Gummersbach und Großwallstadt feiern Favoritensiege

Frisch Auf bleibt Topduo auf den Fersen

Frisch Auf Göppingen bleibt weiterhin der hartnäckigste Verfolger der norddeutschen Spitzenteams. Nach dem überraschend deutlichen 33:24 (15:9) bei der HSG Wetzlar sind die Schwaben punktgleich mit Flensburg und einen Zähler hinter dem THW Kiel. Die Löwen mussten eine Halbzeit lang bangen, doch am Ende haben sich in den vier Samstagsabend-Partien des 6. Spieltags die Favoriten durchgesetzt. Dabei mussten die Rhein-Neckar Löwen bis 150 Sekunden vor dem Ende zittern, ehe ihr 28:26 (15:15)-Sieg beim MT Melsungen feststand.

Auch der TV Großwallstadt hatte hart zu kämpfen, um Schlusslicht TSV Dormagen 28:26 (14:14) zu bezwingen.  Der VfL Gummersbach feierte mit dem 25:21 (16:11) bei der HBW Balingen-Weilstetten einen Erfolg in fremder Halle.

Stojanovic entnervt den HBW

„Uns fehlte einfach die Qualität im Angriff, um mithalten zu können“, gestand Balingens Trainer Dr. Rolf Brack, dessen Team zudem immer wieder am überragenden VfL Torhüter Goran Stojanovic scheiterte. In Drago Vuckovic und Viktor Szilagyi hatte Gummersbach zudem zwei Rückraumspieler, die der HBW nie in den Griff bekam und die jeweils fünf Treffer beisteuerten.

Mit konsequenter Abwehrarbeit und Tempo nach vorne schaffte Göppingen in der Rittal-Arena schnell klare Verhältnisse. Über 8:4 (15.) und 18:10 (36.) warf Frisch Auf bis zur 43. Minute beim 23:13 erstmals eine Zehn-Tore-Führung heraus. Mit Michael haaß, Michael Thiede, Lars Kaufmann und Dragos Oprea trafen gleich vier Gästespieler jeweils fünfmal. Bei Wetzlar gefiel lediglich Youngster Petar Djordjic, der in der Endphase half, das Ergebnis noch einigermaßen in Grenzen zu halten.

Melsungen träumt vergeblich vom Coup

Nach ausgeglichener erster Hälfte mit leichten Vorteilen für Melsungen übernahmen die Löwen in Kassel das Kommando. Nach dem 19:16 (34.) lagen die Gäste, die erst am Donnerstag in der Champions League gegen Vive Kielce eine Vier-Tore-Führung nicht zum Sieg genutzt hatten, allerdings immer mit zwei oder drei Toren in Führung. Erst als Gudjon Valur Sigurdsson zweieinhalb Minuten vor Schluss das 28:24 für die Mannheimer erzielte, war klar, dass der MTM vergeblich von einem Überraschungscoup geträumt hatte. Mit neun Treffern war Nationalmannschafts-Linksaußen Uwe Gensheimer erfolgreichster Werfer der Löwen, Olafur Stefansson führte nicht nur glänzend Regie, sondern überzeugte diesmal auch als Torjäger. Für die Gastgeber trafen Nenad Vuckovic und Alexandros Vasilakis je sieben Mal.

Mit einem energischen Zwischenspurt nach der Pause setzte sich der TV Großwallstadt auf 20:15 (38.) und später 25:19  (53.) ab. Doch die unermüdlich kämpfenden Dormagener kamen im Endspurt bis zur Schlussminute noch einmal bis auf zwei Treffer heran.

Die Statistik

TV Großwallstadt – TSV Dormagen 28:26 (14:14)
TV Großwallstadt: Andersson, Rominger; .Kneer (1), Köhrmann (4/1), Reuter, Szücs (1), Weinhold (3), Kunz (5/1), Schmeißer (3), Spatz (4), Jakobsson, Kossler, Larsson (2), Tiedtke (5/1).
TSV Dormagen: Vortmann, Feshchanka; Holst, Schindler (4), Plaz, Meyer (4), Linder (1), Dmytruszynski (2), Landsberg (6), Wittig, Mahe, Nippes (4), Chantziaras, Lochtenbergh (5/3).
Zuschauer: 2.200. – Schiedsrichter: Fleisch/Rieber. – Zeitstrafen:  8:8 Minuten. – Siebenmeter: 6/3:4/3.

HSG Wetzlar – Frisch Auf Göppingen 24:33 (15:9)
HSG Wetzlar: Krasavac, N. Weber; S. Weber, Smoler, Christophersen (3/1), Salzer (3/1), Valo (4) Allendorf (2), Jungwirth (1), Mraz (5), Djordjic (5), Schneider, Chalkidis, Werum (1).
Frisch Auf Göppingen: Tahirovic, Weiner; Ljubanovic, Schweikardt, Kneule, Oprea (5), Thiede (5), Schöne (1), Späth (4), Kaufmann (5), Mrvaljevic (4), Haaß (5/1), Häfner (3), Jurca (1).
Zuschauer: 3.100. – Schiedsrichter: Damian/Wenz. – Zeitstrafen: 6:6 Minuten. – Siebenmeter: 5/2:1/1.

HBW Balingen-Weilstetten – VfL Gummersbach 21:25 (11:16)
HBW Balingen-Weilstetten:
Marinovic, Grathwohl; Herth (2/1), Illitsch (3), Lobedank (2), Felho (1), Müller (1), Sauer, Temelkov, Ettwein, Wilke (4), Bürkle (2), Strobel (2), Hojc (4/1), Wagesreiter.
VfL Gummersbach: Lucau, Stojanovic; Krantz (2), Wagner (1/1), Vuckovic (5), Fäth, Lützelberger (2), Eisenkrätzer, Gunnarsson (4), Teppich, Szilagyi (5), Pfahl (3), Rahmel, Zrnic (3).
Zuschauer: 2.200 – Schiedsrichter: Hartmann/Schneider. – Zeitstrafen:  8:10 Minuten. – Siebenmeter: 7/2:2/1.

MT Melsungen – Rhein-Neckar Löwen 26:28 (15:15)
MT Melsungen: Kelentric, Lechte; Brovko (1), Junillon, Sanikis (1), Schöngarth, Vasilakis (7/2), Vuckovic (7/2), Stojanovic (4), Tellander, Tzimourtos (3), Danner (1), Klitgaard (2)
Rhein-Neckar Löwen: Szmal, Fritz (1); Gensheimer (9/4), Roggisch (1), Harbok, Bielicki (3), Manojlovic, Gudjonsson (2), Stefansson (5), Müller (1), Myrhol, Sigurdsson (2), Groetzki (4).
Zuschauer: 2.374. – Schiedsrichter: Dedens/Geckert. – Zeitstrafen:  4:4 Minuten. – Siebenmeter: 6/4:4/4.