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Sicherer TBV-Sieg im Derby gegen Lübbecke

Frisch Auf und Lemgo folgen Spitzentrio

Frisch Auf Göppingen und der TBV Lemgo bleiben dem norddeutschen Spitzentrio auf den Fersen. Eine Woche nach der Last-Minute-Niederlage in Wetzlar gewann der TBV als Gastgeber das Ostwestfalenderby gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke ungefährdet mit 33:28 (14:10). Auch die Göppinger hatten kaum 20 Minuten lang Mühe, um die HSG Düsseldorf schließlich mit 33:26 (18:11) abzufertigen.

Von Beginn an machte der TBV klar, wer Herr in der Lipperlandhalle ist: Den Gästen, die auf ihren polnischen Torjäger Michal Jurecki verzichten mussten, gelang nach Lemgos schneller 2:0-Führung kein einziges Mal mehr der Ausgleich. Bis zum 8:7 (21.) blieb die Partie aber noch einigermaßen eng, erst dann setzten sich die Hausherren über 11:7 (26.) und 13:9 (29.) klarer ab.

Auch nach der Pause ließ die Mannschaft von Trainer Volker Mudrow nie einen Zweifel über den Sieger aufkommen. Vor allem die rechte Angriffsseite des TBV mit Holger Glandorf, Rolf Herrmann und Tamas Mocsai sowie Außen Florian Kehrmann erzielte beinahe nach Belieben ihre Tore.

Breitwandhandball gegen Frisch-Auf-Tempo

Die Düsseldorfer legten in der EWS Arena einen Blitzstart hin. Doch nach dem 2:5 (9.) war die HSG-Herrlichkeit vorbei. Gegen die Göppinger Deckung gab es für den Breitwand-Handball de Gäste kein Durchkommen mehr. Und das Tempo im Frisch-Auf-Angriffsspiel schien einige der Akteure des Aufsteigers schlicht zu überfordern. „Wir haben uns schlicht nicht clever genug angestellt“, kritisierte HSG-Kapitän Michael Hegemann. „Wir müssen gerade auswärts viel abgeklärter spielen.“

So zogen die Schwaben nach dem 5:5 (12.) über 9:6 (17.), 12:8 (22.) 14:9, (25.) und 16:10 zur Halbzeit auf sieben Tore, bis zur 36. Minute sogar beim 24:13 auf elf Tore davon. Der Rest war fröhlich-ungezwungenes Spielen, bei dem sich beide Seiten nicht mehr wirklich weh taten. Wobei der überragende HSG-Torhüter Matthias Puhle mit einer Glanzleistung verhinderte, dass die Niederlage für die Gäste zum Debakel wurde.

„Wir haben von einer guten Deckung aus gespielt. Und vorne macht es einfach Spaß, vor allem, da alle noch nicht an ihrem oberen Limit spielen“, analysierte HSG-Spielmacher Michael Haaß. „Der Trainer gibt mir das Vertrauen, das ich brauche. Daher habe ich mich gesteigert und nachher getroffen“, erklärte Lars Kaufmann, der mit drei Fehlwürfen begann, aber nachher mit neun Toren erfolgreichster Werfer war.

TBV Lemgo – TuS Nettelstedt-Lübbecke 33:28 (14:10)
TBV Lemgo: Galia, Lichtlein; Kraus (7/3), Ilyes (1), Glandorf (6), Binder, Schmetz (4/1), Kehrmann (7), Mocsai (3), Hermann (1), Strobel (3), Kubes (1)..
TuS N.- Lübbecke: Blazicko, Putera; Friedrich (1), Felixsson (8), Siodmak, Hansen,   Tluczynski (5/4), Tesch (4), Wiese (3), Rui, Olafsson, Niemeyer (7), Remer.
Zuschauer: 4.931. - Schiedsrichter: Brauer/Holm. - Zeitstrafen:  14:6 Minuten. - Siebenmeter: 6/4:4/4.

Frisch Auf Göppingen – HSG Düsseldorf 33:26 (18:11)
Frisch Auf Göppingen: Tahirovic, Weiner; Ljubanovic (1), Schweikardt (2/1), Kneule, Oprea (4), Thiede (3), Schöne (6), Späth (2), Kaufmann (9), Mrvaljevic, Haaß (4/1), Häfner, Rares (2).
HSG Düsseldorf: Puhle, Savonis; Berblinger (6/1), Kedzo (1), Hegemann (4), Ramota, Fölser (2), Novickis (3), Kurtchev (1), Kogut (3), Wernicke, Weiß, Asgeirsson (5), Sulc (1).
Zuschauer: 4.500. - Schiedsrichter: Biaesh/Sattler. - Zeitstrafen: 8:8 Minuten. - Siebenmeter: 4/2:3/2.