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Fritz wird zum TBV-Albtraum

Die Löwen hatten hinter vorgehaltener Hand einige Sorgen, dass ihnen zwischen den beiden Champions-League-Duellen vielleicht etwas Konzentration fehlen würde, um den TBV Lemgo in die Schranken weisen zu können. Diese Sorge war unbegründet, denn einerseits wirkten die Badener von der ersten Minute an hellwach, andererseits waren auch die Ostwestfalen durch das Halbfinale im EHF-Pokal und die damit verbundenen Reisestrapazen geschwächt. Hinzu kam, dass mit Michael Kraus schon nach drei Minuten ein Stützpfeiler des TBV-Angriffsspiels mit Verdacht auf Rippenbruch ausfiel.

Wie schon im Hinspiel, als Henning Fritz beim 38:22-Kantersieg in Lemgo phantastische 24 Paraden zeigte, war der Keeper der Löwen erneut Garant für den im Grunde ungefährdeten Erfolg. Der ehemalige Nationaltorwart wehrte 20 Bälle ab und war immer dann zur Stelle, wenn die Lemgoer in der zweiten Halbzeit theoretisch die Möglichkeit hatten, noch einmal heranzukommen. "Ich bin trotzdem nicht ganz zufrieden, weil ich ein paar Bälle reinbekommen habe, die nicht rein dürfen", sagte Fritz, der aber anfügte: "Heute muss man einfach mal zufrieden sein mit den zwei Punkten, schließlich spukt Kiel schon im Kopf herum."

Zwischenzeitlich zogen die Löwen auf sechs Tore davon, ehe die Ostwestfalen acht Minuten vor dem Ende noch einmal auf 23:26 herankamen und die Löwen zusätzlich in Unterzahl agieren mussten. "Da haben wir leider ein Siebenmeter-Gegentor bekommen, sonst wäre es hier vielleicht noch einmal spannend geworden", analysierte Volker Mudrow, der aber ohne Frage einen verdienten Sieg der Löwen anerkannte.