Füchse Berlin - HSG Düsseldorf - Lockerer Berliner Sieg gegen Aufsteiger HSG Düsseldorf - Füchse 40 Minuten ohne Fehl und Tadel - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Lockerer Berliner Sieg gegen Aufsteiger HSG Düsseldorf

Füchse 40 Minuten ohne Fehl und Tadel

Vor den machbaren, wenn auch schwierigen Auswärtshürden in Wetzlar und Lübbecke nutzte die Mannschaft der Füchse Berlin beim zweiten Heimsieg der Saison mit 32:27 (20:10) gegen Aufsteiger HSG Düsseldorf die günstige Gelegenheit zur weiteren Harmonisierung in Abwehr und Angriff mit einem sehr unterschiedlichen Leistungsbild.

Bis zur 40 Minute (27:15) spielten die Berliner ohne Fehl und Tadel gekonnt auf, wobei sich der norwegische Spielmacher Kjetil Strand auf der halblinken Seite, der dänische Kreisläufer Torsten Laen und der tschechische Keeper Petr Stochl auf höchstem Niveau präsentierten. "Da haben wir eine klasse Leistung geboten", konstatierte der zufriedene Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson.

Füchse aus dem Rhythmus

Deshalb sah der Handball-Lehrer aus Island 20 Minuten vor Schluss die Zeit gekommen zu handeln. Im Sinne einer weiteren Fortentwicklung der Mannschaft und mit dem Risiko eines Einbruchs. Sigurdsson brachte die Nachwuchsleute Colja Löffler am Kreis, Johannes Sellin auf Rechtsaußen, Sebastian Schneider und Runar Karason im Rückraum und nahm damit in Kauf, dass seine Truppe "aus dem Rhythmus kam und angesichts des großen Vorsprungs nicht mehr ganz so ehrgeizig spielte, wie es notwendig gewesen wäre".

Als die in dieser Saison noch sieglosen Rheinländer bis auf vier Tore heran gekommen waren, musste die Standardbesetzung wieder "an die Front" und den im Grunde nie gefährdeten Erfolg nur noch festhalten.

Düsseldorfs Trainer Goran Suton zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden: "Wir haben in der ersten Hälfte zu viele leichte Tore der Berliner zugelassen, weil wir in der Abwehr zu zaghaft gespielt haben. Im zweiten Abschnitt haben wir dann in der Deckung gut gekämpft und vor allem auch vorn Akzente gesetzt."

Neben dem umtriebigen Ex-Nationalspieler Michael Hegemann, der als torgefährlicher Organisator herausragte, fiel der 2,05-Riese Nikola Kedzo aus Kroatien, erst in der zweiten Hälfte für den enttäuschenden Weißrussen Andrej Kurchev im Spiel, mit seinen vier Toren bei sieben Würfen aus dem rechten Rückraum auf. Suton: "Kedzo kann uns noch viel helfen, aber ich bin auch überzeugt, dass Kurtchev noch seine Leistung bringen wird."