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Berliner Mannschaft soll sich länger miteinander beschäftigen

Füchse per Bus in den Süden

Nach der zweiten deftigen Pleite im zweiten Topspiel innerhalb von acht Tagen werden die Füchse zu Busfahrern. Berlins Manager Bob Hanning gab die Flugtickets zu den Auswärtsfahrten in Balingen und Melsungen zurück: Die Mannschaft soll sich acht Stunden miteinander beschäftigen“, erklärte der Ober-Fuchs.

Äußerlich gelassen hatte Hanning das 25:37 gegen den HSV Hamburg hingenommen. „Ich hatte aber nie den Eindruck, dass wir nicht gewollt hätten, die Mannschaft will etwas ändern“, sagte der einstige HSV-Trainer trotz der katastrophalen Vorstellung in der ersten Hälfte, die mit 9:22 (!) verloren ging. „Ich habe in der zweiten Hälfte eine Rückbesinnung gesehen“, lobte Hanning sogar und freute sich über den Enthusiasmus der Fans: „Trotz des hohen Rückstandes wurde jede Parade und jedes Tor bejubelt, das ist sensationell.“

Leistungssteigerung nach der Pause

Auch Trainer Dagur Sigurdsson interessierte hauptsächlich die Leistungssteigerung in den zweiten 30 Minuten – ohne Rücksicht darauf, dass der HSV nur noch locker sein Pensum runterspulte.: „In der ersten Hälfte hatten wir etwas Pech. In der Halbzeitpause haben wir Lockerheit reingebracht, eine 6:0-Deckung gespielt, dadurch haben wir Stabilität bekommen. Dann haben wir Gegenstoßtore selber gemacht und es war positiv für uns so abschließen zu können.“

Erst nachher kam die Strafe für die Schützlinge des Isländers: Hanning stornierte die Flüge der Berliner nach Kassel und Stuttgart zugunsten langer, anstrengender Busfahrten. Da der Mannschaftsbus jedoch komfortabel ausgestattet sei, sei es ja auch keine wirklich harte Strafe. Die Mannschaft habe jetzt die Gelegenheit, nach den beiden bösen Heimblamagen gegen die beiden Kellerkinder Melsungen und Balingen zu beweisen, dass in der Hauptstadt zu Recht Ambitionen aufs internationale Geschäft gehegt werden.