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Füchse-Sieg ohne Glanz

Die Füchse sind bereit für den Showdown um Platz acht: Am Sonntag Nachmittag in der Max-Schmeling-Halle vor 7568 Zuschauern zunächst das erwartete 30:26 (14:12) gegen HBW Balingen-Weilstetten und zwei Tage später am Dienstag das Duell der Tabellennachbarn beim TV Großwallstadt. Die Berliner sinnen nämlich auf Revanche nach der vermeidbaren Heimniederlage in der Vorrunde. Kapitän Torsten Laen: "Für das Spiel beim TV Großwallstadt sieht es sehr gut für uns aus, denn wir haben jetzt alle Möglichkeiten."

Dass zunächst den Balingern in einer hart umkämpften Auseinandersetzung die beiden Punkte im wahrsten Sinne des Wortes abgerungen werden mussten, betrachtete der dänische Kreisläufer ziemlich locker: "Wir können eben auch gewinnen, ohne großen Handball zu spielen." Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson hatte sich einen Infekt eingefangen und machte sich nach dem Spiel gleich auf dem Weg nach Hause.

Natürlich tat die Mannschaft aus Schwaben viel dafür, den Klassenerhalt zu sichern und setzte den Berliner erst einmal richtig zu: 5:9 nach 18 Minuten, so dass HBW-Coach Rolf Brack sagen konnte: "Mit einer hohen Motivation und unseren offensiven Abwehr haben wir die Anfangsphase gut hinbekommen."

Solches haben sich die Berliner nicht lange tatenlos angesehen. Sie rückten das Ergebnis bereits vor der Pause zu ihren Gunsten zurecht und konnten in der zweiten Hälfte das Heft des Handels immer mehr bestimmen. Zwar ließen sich die Balinger bis zur 50. Minute nicht abschütteln (22:20), aber die Füchse erwiesen sich in Abwehr und Angriff insgesamt als wesentlich wacher und flexibler. "Es hat bei uns ein wenig länger gedauert, bis wir uns auf den Gegner richtig eingestellt hatten. Aber mit der starken Abwehr haben wir ein Übergewicht bekommen und verdient gewonnen," sagte Füchse-Manager Bob Hanning.

Ein Erfolg, der ohne Rechtsaußen Markus Richwien (Bänderanriss unter dem rechten Fuß) und mit dem Manko errungen wurde, dass beide Halben, Michal Kubisztal und Mark Bult, an diesem Tag nicht viel helfen konnten.

Balingens Trainer Rolf Brack analysierte die Niederlage so: "Wir waren lange auf Augenhöhe mit den Füchsen, haben aber in der zweiten Hälfte, vor allem im rechten Rückraum, an Qualität eingebüßt. Kurz gesagt: Wir haben zu viele Konter bekommen und 20 Fehlwürfe produziert. Auch mit den Torhüterleistungen ging es bei uns abwärts."