TSV GWD Minden - Ratka muss bei Null anfangen - Fünf Leistungsträger haben Minden verlassen - von erster Minute an Druck - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Ratka muss bei Null anfangen

Fünf Leistungsträger haben Minden verlassen - von erster Minute an Druck

Eine solche Zäsur gab es bei GWD Minden seit etlichen Jahren nicht mehr, das Gesicht der Mannschaft hat sich sehr stark verändert. Michael Hegemann, Michael Haaß, Andreas Simon, Jan Fiete Buschmann und Malik Besirevic verließen den Verein, die entstandenen Lücken sollen Evars Klesniks, Nikolaos Katsigiannis, Rene Bach Madsen und Damian Wleklak schließen. Aljoscha Schmidt kam bereits während der letzten Serie hinzu. "Ich glaube nicht, dass wir schlechter aufgestellt sind als in der vergangenen Saison", hofft Manager Horst Bredemeier.


Starkes Torhüterduo

Viel dürfte davon abhängen, wie sich Rene Bach Madsen auf der Königsposition im linken Rückraum schlägt. Bislang hat der 23-jährige Däne keine Bundesligaerfahrung. Hinter ihm stehen Abwehrspezialist Ingimundur Ingimundarson und Youngster Janis Helmdach Gewehr bei Fuß, doch auch deren (Angriffs-) Erfahrung in der Eliteklasse hält sich in Grenzen. Der erfahrene Pole Damian Wleklak soll das Spiel lenken, die Lücke, die der Weggang seines Vorgängers Michael Haaß gerissen hat, ist allerdings ziemlich groß.

Torwart Nikolaos Katsigiannis dürfte sich als absolute Verstärkung erweisen, ein Gespann der Güte Katsigiannis/Medhus hatten die Mindener seit Urzeiten nicht mehr zwischen den Pfosten. Evars Klesniks hat im rechten Rückraum seine Torgefährlichkeit in der Bundesliga bereits hinlänglich unter Beweis gestellt, zudem gilt er als abwehrstark. Der Lette hat verletzungsbedingt knapp ein Jahr nicht mehr gespielt, gilt aber als wieder hergestellt. Dennoch bleibt ein Restrisiko. "Finanziell allerdings nicht, da sind wir abgesichert", so Bredemeier, "sollte Evars verletzungsbedingt nicht spielen können, brauchen wir nichts zu bezahlen." Auf etwas Eingespieltes, wie er es in den bisherigen vier Jahren seiner Amtszeit an der Weser gewohnt war, kann Trainer Richard Ratka in diesem Jahr kaum zurückgreifen. "Im Prinzip müssen wir bei Null anfangen", schildert Ratka, "unser Rückraum ist fast komplett neu."

Ungewohnt ist für die Mindener auch der Spielplan: In den letzten Jahren waren die Gegner in den ersten Spielen so stark, dass ein Start mit 2:18-Punkten keine Katastrophe, sondern mehr oder weniger eingeplant war. Das stellt sich in der kommenden Serie anders dar: Es beginnt mit einem Heimspiel gegen die Berliner Füchse, anschließend ist man bei Aufsteiger HSG Düsseldorf zu Gast, dann folgt ein Heimspiel gegen die HSG Wetzlar und als



vierte%__Einzug_%s Spiel steht das Derby beim TUS N-Lübbecke auf dem Programm. Das heißt für Richard Ratka und seine Mannen: Kein "Einspielen unter Wettbewerbsbedingungen", wie es in den letzten Jahren in der Regel der Fall war, sondern Druck von der ersten Minute an. Ein positiver Aspekt bei der neuen Mindener Mannschaft dürfte sein, dass alle Spieler Deutsch sprechen.