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Gäste-Trainer Biegler: "35 Minuten war alles gut"

Mit einem am Ende ungefährdeten Sieg haben die Rhein-Neckar Löwen zwei weitere Heimpunkte gesichert und sich zumindest für ein paar Tage an die Tabellenspitze der Bundesliga katapultiert. In einer emotionalen und äußerst intensiven Partie waren die Großwallstädter über 45 Minuten ein harter und unbequemer Gegner, am Ende setzte sich aber die größere Klasse der Badener durch.

"Ich hatte vor dem Spiel ein leichtes Ziehen in der Magengegend", räumte Thorsten Storm nach der Schlusssirene ein. Der Löwen-Manager hatte viel Respekt vor der Truppe von Michael Biegler und dieses Gefühl hatte sich bereits nach neun Minuten bewahrheitet. Nach einem perfekten Auftakt führte der TVG 5:1 und veranlasste Gudmundur Gudmundsson, die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch zu legen. "Wir mussten beweglicher werden und den Schwung auf dem Angriffsspiel der Großwallstädter nehmen", berichtete Gensheimer vom Inhalt der Auszeit.

Das Vorhaben gelang, vor allem in der Defensive bauten die Löwen fortan ein Bollwerk auf. Langsam verkürzten sie den Rückstand, auch wenn Mattias Andersson vor allem in der ersten Hälfte tolle Paraden zeigte. Auf der anderen Seite stand ihm Sławomir Szmal im Löwen-Kasten aber nicht nach, so dass sich die ersten 30 Minuten zu einem Spiel der Torhüter entwickelten.


Keine Überraschungen

Mit zunehmender Spielzeit machte sich bemerkbar, dass der TVG in der Breite nicht stark genug besetzt war, um für eine Überraschung sorgen zu können. Als die Kräfte der Mainfranken schwanden, nutzten die Rhein-Neckar Löwen die Ballgewinne in der Abwehr zu leichte Treffern nach Gegenstößen. Deshalb wurde das Ergebnis zum Schluss deutlicher, als es der Spielverlauf eigentlich gerechtfertigt hätte. "Bis zur 35. Minute war alles gut. Danach haben zu viele falsche Abschlüsse und technische Fehler unser gutes taktisches Konzept zunichte gemacht", lautete das Fazit von Großwallstadts Coach Michael Biegler.