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Doping

Galia darf nicht zum Team

Das Urteil gegen Martin Galia ist noch nicht rechtskräftig. Der Keeper des TBV Lemgo wurde bekanntlich wegen der Einnahme von Octopamin, das auf der Dopingliste steht, bis zum 30. September gesperrt. "Ob wir Einspruch einlegen, steht noch nicht fest", sagt Lemgos Sportlicher Leiter Daniel Stephan. Festgezurrt ist hingegen, wie sich der Torwart bis dahin zu verhalten hat, nachdem sich die Lemgoer noch einmal bei der NADA erkundigten. Stephan: "Es hat sich bestätigt, dass Mannschaftstraining für ihn verboten ist, auch individuelle Einheiten mit Trainer Markus Baur oder Eddy Franke (Co- und Torwarttrainer, die Red.) sind untersagt. Er muss sich sein Training selber organisieren, darf aber mit der Mannschaft reisen. An diese Vorgaben werden wir uns natürlich halten." Martin Galia sei "geknickt gewesen", als wir alles "schwarz auf weiß" hatten, so der Sportliche Leiter weiter: "Er ist eben ein Teamsportler." Galia weilt derzeit für zehn Tage in Tschechien, um sich fit zu halten. "Dort kennt er einige Leute", erläutert Stephan.

Die Verantwortlichen haben derweil die Suche nach einem Ersatz intensiviert. "Es gibt eine Liste, die wir abarbeiten", sagt Stephan. Laut dem Sportlichen Leiters stehen darauf "nationale und internationale" Kandidaten. "Abgeklopft" wurde laut Stephan auch die Option Jörg Zereike. Der ehemalige Keeper des TBV, der beim letzten Spiel der vergangenen Saison verabschiedet worden war und zuletzt für die Regionalliga-Mannschaft das Tor gehütet hatte, steht aber nicht zur Verfügung. Daniel Stephan: "Wir hätten ihn gerne genommen, und er hätte uns gerne geholfen, aber gesundheitlich geht es einfach nicht. Es macht keinen Sinn." Fest steht, dass die Lemgoer nur eine Lösung bis zum 30. September suchen. "Das macht die Sache schwieriger, aber wir haben mit Carsten Lichtlein und Martin Galia zwei exzellente Torleute", betont Daniel Stephan: "Wir lassen uns auch nicht auf irgendwelche Spielchen ein."