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TBV Lemgo

Galia nutzt seine Chance

Es war ein klassischer Arbeitssieg, mit dem sich der TBV Lemgo zurückmeldete. Matchwinner war dabei Martin Galia. Der 31-jährige Tscheche, der wochenlang auf der Bank schmachtete, profitierte von einer Verletzung Carsten Lichtleins (Bluterguss in der Leiste) und bot in der zweiten Hälfte eine absolute Topleistung.

Als der TBV einen komfortablen 17:13-Pausenvorsprung leichtfertig verspielte und den Niedersachsen schon fünf Minuten nach Wiederanpfiff das 17:17 ermöglichte, avancierte Galia mit neun Paraden, darunter zwei gehaltenen Strafwürfen, zum entscheidenden Faktor. Fünf Minuten vor dem Abpfiff der Bundesliga-Novizen Dinges/Kirsch (Eggenstein) zog Galia den Gästen beim 28:24 endgültig den Zahn, als er einen Siebenmeter-Heber von Olsen erahnte und mit einer katzenhaften Drehung über die Latte lenkte. Auffällig waren in der Anfangsphase auch die zahlreichen Hüftwürfe, mit denen der TBV zum Erfolg kam. Die ersten beiden Lemgoer Treffer kegelte Hermann ins TSV-Tor. Auch Ilyes und Schneider hatten nach 16 Minuten durch Schlagwürfe getroffen. Im gleichen Zeitraum war bei den Gästen Przybecki schon fünfmal erfolgreich. Zudem ließ sich Vignir Svavarsson an seiner alten Wirkungsstätte kaum kontrollieren. Der Isländer erzielte sechs Treffer und holte drei Siebenmeter heraus.