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DKB Handball-Bundesliga

Gedränge im Keller - Bricht Wetzlar den Arena-Fluch?

Rund um die rettenden Stufen des Tabellenkellers herrscht ein immer dichteres Gedränge. Mit ihren Heimsiegen am Mittwoch gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel haben GWD Minden und Balingen-Weilstetten die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt gehörig ins Schwitzen gebracht. Für den ThSV Eisenach ist im Duell der Schlusslichter gegen Mitaufsteiger Emsdetten ein Sieg Pflicht, um wieder mit Balingen aufzuschließen. Altmeister FRISCH AUF! Göppingen benötigt ebenfalls den dringend ersehnten ersten Heimsieg unter Interimscoach Aleksandar Knezevic gegen Lemgo. Und nicht zuletzt wachsen die Sorgen beim Bergischen HC, der als einziges Team noch ohne jeden Rückrundenpunkt dasteht.
An der Spitze der Tabelle haben die Füchse Berlin in Minden wichtige Punkte liegen lassen müssen, während sich die SG Flensburg und die in finanzielle Turbulenzen geratenen Hamburger schadlos gehalten haben. Am Sonntag erst greifen Serienmeister Kiel und die Rhein-Neckar Löwen nach ihren glanzlosen Siegen in der Champions League ins Ligageschehen ein.

Sa., 19.00 Uhr – Rothenbach-Halle, Kassel:
MT Melsungen (6.) – Bergischer HC (15.)

Nicht nur „Bergi“, das Maskottchen des BHC 06, geht derzeit am Stock. Doch genau wie der Bänderiss des Fan-Löwen schmerzt derzeit die Formkurve bei den Bergischen, die als einziges Team in der Rückrunde noch ohne Punkt sind. So spricht zwar die Form der letzten Wochen klar für die Melsunger, doch Coach „Schorle“ Roth lässt sich davon nicht blenden: „Dass wir den BHC nicht unterschätzen dürfen, ist allein schon durch das enge Hinspiel begründet, dass wir mit nur einem Tor gewonnen haben. Das ist eine gut besetzte Mannschaft, aus der übrigens gleich fünf Spieler bei der Europameisterschaft im Einsatz waren. Davon ist Viktor Szilagyi nicht nur einer der erfahrensten Regisseure der Bundesliga, sondern auch gleichzeitig einer der torgefährlichsten. Wir werden uns also sehr gut auf diesen Gegner einstellen müssen, um keine negative Überraschung zu erleben.”

Die bisherige Bilanz:
Heim:             1 Spiel – 1 Sieg, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen – 33:29 Tore
Auswärts:      2 Spiele – 2 Siege, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen – 58:55 Tore
Gesamt:         3 Spiele – 3 Siege, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen – 91:84 Tore
Hinspiel: 31:30 – Letzte Saison: --:--

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
MEL:
N – U – S – S – N
BHC:
N – N – N – N – N

Schiedsrichter: Hörath/Hofmann (Ammerndorf)


Sa., 19.00 Uhr – Werner-Aßmann-Halle, Eisenach:
ThSV Eisenach (17.) – TV Emsdetten (18.)

In der Rückrundentabelle steht der ThSV mit 4:6-Punkten auf Rang 13 – das lässt hoffen. Mit einem Heimsieg gegen Schlusslicht Emsdetten würden Selbstvertrauen und die Hoffnung auf einen überraschenden Klassenerhalt weiter steigen. Dass aber die Gäste aus dem Münsterland nicht einfach so im Vorbei gehen zu bezwingen sind, ist den Thüringern durchaus bewusst. „Die Resultate vom Mittwoch erhöhen natürlich noch einmal die Wertigkeit der Partie am Samstagabend für uns“, weiß Adalsteinn Eyjolfsson um die Schwere der Aufgabe. Hoffnungsträger ist dabei der vor knapp zwei Wochen verpflichtete Rückraumspielers Mikel Aguirrezabalga Garcia. „Er ist ein sehr dynamischer Spieler mit scharfem Torwurf und gutem Auge für seine Mitspieler“, schwärmt Adalsteinn Eyjolfsson von dem 29-jährigen Spanier.

Die bisherige Bilanz:
Bisher erst eine Begegnung in der DKB HBL.
Hinspiel: 25:24 – Letzte Saison: 27:27

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
EIS:
N – S – N – S – N
TVE:
N – N – N – N – N

Es fehlen: Jonsson (Knie und Schulter), Lilienfelds (Armbruch) – Kvalvik (Entzündung der Patellasehne)

Schiedsrichter:
Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweier)

 

Sa., 20.15 Uhr – EWS-Arena, Göppingen:
FRISCH AUF! Göppingen (14.) – TBV Lemgo (9.)

„Wir werden uns in der aktuellen Situation auf die eigenen Kräfte konzentrieren. Wir sind bereit und zudem stark genug, die Aufgabe aus eigener Kraft zu lösen“, hofft FAG-Coach Aleksandar Knezevic endlich den ersten Heimsieg unter seiner Regie einzufahren. Mithelfen soll dabei die Meistermannschaft von 1954, die im Februar 54 erstmals einen deutschen Meistertitel nach Göppingen holte und nun als Maskottchen den aktuellen Stars um Mimi Kraus die Daumen drücken. Auch die Bilanz lässt die Schwaben ein wenig hoffen, denn nicht nur das Hinspiel und die Vorjahrespartie wurde gewonnen, sondern die Ostwestfalen warten mittlerweile seit 2003 auf einen Sieg in Hohenstaufen.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             17 Spiele – 10 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen – 473:454 Tore
Auswärts:      18 Spiele – 2 Siege, 1 Unentschieden, 15 Niederlagen – 438:521 Tore
Gesamt:         35 Spiele – 12 Siege, 4 Unentschieden, 19 Niederlagen – 911:975 Tore
Hinspiel: 34:32 – Letzte Saison: 33:28

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
FAG:
S U – N – N – N
TBV:
N – N S – N – S

Es fehlen:
Thiede – keiner

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg)

 

So., 15.00 Uhr – RITTAL-Arena, Wetzlar - live bei Sport 1.de:
HSG Wetzlar (11.) – THW Kiel (1.)

Mit dem glücklichen 28:27 beim Bergischen HC sind die ersten zwei Rückrundenpunkte eingefahren. Mit dem berühmten Nachlegen im folgenden Heimspiel dürfte es für die HSG Wetzlar allerdings enorm schwer werden, ist doch kein geringerer als der Deutsche Meister zu Gast. „Wie die Rollenverteilung ist, muss ich nicht erklären. Aber wir haben mit dem THW noch eine kleine Rechnung offen, nachdem wir im Hinspiel in letzter Sekunde knapp mit 25:26 verloren haben. 60 Minuten lang konnten wir mithalten und waren phasenweise sogar die bessere Mannschaft in der Sparkasse-Arena“, schmeißt HSG-Trainer Kai Wandschneider die Flinte nicht schon vor dem Spiel ins Korn. Sicherlich auch, weil Wandschneider die „RITTAL-Arena-Bilanz“ gegen Kiel nicht kennt. Seit die HSG von der kleinen Dutenhofener Halle in die große Arena umgezogen ist, hagelte es ausnahmslos Niederlagen gegen den Branchenprimus. Doch Wandschneider ficht die Bilanz nicht an: „Wenn wir das Spiel lange offen halten und uns nicht aufgeben, dann glaub ich auch an eine kleine Sensation am Sonntag. In der Abwehr hat Kristian Bliznac im letzten Spiel wieder für gute Akzente gesorgt und uns mehr Sicherheit gegeben.“ Ob Wandschneider auf Topstar Ivano Balic zurück greifen kann, ist indes fraglich. Der Kroate laboriert an einer Rückenverletzung, die er sich im Training zuzog.


Die bisherige Bilanz:
Heim:             15 Spiele – 3 Siege, 2 Unentschieden, 10 Niederlagen – 402:470 Tore
Auswärts:      16 Spiele – 0 Siege, 1 Unentschieden, 15 Niederlagen – 404:539 Tore
Gesamt:         31 Spiele – 3 Siege, 3 Unentschieden, 25 Niederlagen – 806:1009 Tore
Hinspiel: 25:26 – Letzte Saison: 26:27

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
WET:
N – N – N – N – S
THW:
S S S – S – S

Es fehlen: Balic (Rückenverletzung, Einsatz fraglich), Reichmann (Muskelfaseriss), Valo (Knie) – Sprenger (Innenbandanriss rechtes Sprunggelenk)

Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow (Stuttgart)

So., 20.15 Uhr – SAP-Arena, Mannheim:
Rhein-Neckar Löwen (4.) – SC Magdeburg (8.) – live bei Sport 1

„Es hat viel Spaß gemacht und war für uns keine wirkliche harte Aufgabe. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen und das ist uns ja auch gelungen“, sagte Patrick Groetzki nach dem 35:25 gegen Celje zum Abschluss der Gruppenhase der Champions League. Gegen den SC Magdeburg erwarten die Löwen am späten Sonntagabend mehr Gegenwehr. Positiver Nebeneffekt gegen Celje: Coach Gudmundur Gudmundsson nutzte die Partie, um munter zu wechseln und so Kräfte zu schonen. Wie schwer die Aufgabe für den SC Magdeburg beim zweitbesten Heimteam der Liga wird, weiß Ex-Löwe und Nationalspieler Michael Haaß: „Wir müssen uns sehr strecken, wenn wir bei den Löwen was möglich machen wollen. Aber eine Chance hat man in jedem Spiel. Es liegt an uns, wie wir sie nutzen."

Die bisherige Bilanz:
Heim:             9 Spiele – 9 Siege, 0 Unentschieden, 0 Niederlage – 283:234 Tore
Auswärts:      10 Spiele – 3 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen – 273:281 Tore
Gesamt:         19 Spiele – 12 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen – 556:515 Tore
Hinspiel: 31:31 – Letzte Saison: 30:22

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
RNL:
S – S – S – S – S
SCM: N – U – N – S – N

Es fehlen:
keiner -

Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen)


Ausführliche Spiel- und Hintergrundberichte und alle Statistiken zum 22. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga finden Sie am Dienstag, 25. Februar in der kommenden Ausgabe (Nr. 9) der HandballWoche.