VfL Gummersbach - Gummersbachs Spieler warten auf Dezember-Gehälter - Geerken wird Houlet-Nachfolger beim VfL - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Gummersbachs Spieler warten auf Dezember-Gehälter

Geerken wird Houlet-Nachfolger beim VfL

Der VfL Gummersbach trennt sich von Sportdirektor François Xavier Houlet. Sein Nachfolger wird Axel Geerken, der derzeit noch bei der HSG Wetzlar tätig ist.

Nach einer intensiven Diskussion über Struktur und Ausrichtung der Geschäftsführerposition entschied der VfL-Aufsichtsrat, den im April 2010 auslaufenden Vertrag mit Houlet nicht zu verlängern. Das teilte der EHF-Pokalsieger mit. Um die geplante Sanierung und Neuausrichtung des Clubs weiterhin konsequent fortzuführen, setzt der Aufsichtsrat in Zukunft auf einen Geschäftsführer mit starker kaufmännischer Erfahrung. Da Houlet jedoch hauptsächlich im sportlichen Bereich tätig ist, hätte der VfL im April zusätzlich einen Geschäftsführer einstellen müssen. Dies sei wegen der wirtschaftlich angespannten Situation aber nicht möglich.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Houlet-Nachfolger wird der ehemalige Handball-Nationaltorwart Axel Geerken, der noch bis zum 31. Dezember beim Bundesligisten HSG Wetzlar als Geschäftsführer tätig ist. Der 37-jährige Geerken wird in Gummersbach sowohl für die kaufmännischen als auch die sportlichen Belange zuständig sein. "Wir bedauern sehr, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Houlet aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich war", sagte VfL- Aufsichtsratschef Claus Horstmann.

Houlet war von 1999 bis 2007 Spieler des VfL Gummersbach. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere übernahm der jetzt 40-Jährige die Position des Sportdirektors. Seit Mitte 2008 war er zudem als Geschäftsführer der Gummersbacher Handball GmbH tätig.

"Etwas im Verzug"

Anfang dieser Woche hatte der Kölner 'Express' berichtet, dass die VfL-Spieler trotz der Erfolgsserie der vergangenen Wochen keine Dezember-Gehälter bekommen hätten. "Es stimmt, wir sind wieder etwas im Verzug. Aber keiner braucht sich um sein Geld zu sorgen“, hatte Houlet bestätigt. „Im Januar erwarten wir wieder einige Gelder, dann soll das endlich der Vergangenheit angehören."