HSG Ahlen-Hamm - HSG Ahlen-Hamm - Gelähmt durch Zukunfts-Sorgen - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
HSG Ahlen-Hamm

Gelähmt durch Zukunfts-Sorgen

Ein sportlicher Befreiungsschlag sollte die Partie für die HSG Ahlen-Hamm werden - am Ende war sie für den Aufsteiger nach der deutlichen 24:32-Packung gegen den VfL Gummersbach aber genau das Spiegelbild. Nur in der Anfangsphase flackerte das Feuer des in arge Finanznot geratenen Tabellen-Vorletzten gegen den Traditionsclub aus dem Oberbergischen auf. Doch als die Gäste nach einem energischen Zwischenspurt den Hebel umgelegt hatten, verließ der Mut die HSG-Spieler, als hätte ihnen jemand den Strom abgedreht. Saft-, kraft- und emotionslos ergab sich die Mannschaft von Kay Rothenpieler im zweiten Durchgang in ihr Schicksal - gegen in allen Bereichen überlegenen Gast. "Selbst die eingefleischten HSG-Fans machten in der Schlussphase erstmals ihrem Unmut Luft, sangen "Wir wollen euch kämpfen sehen."

Was die Mannschaft auch nach Kräften versuchte. "Wir haben sicher dagegen gehalten", sagte Rothenpieler, "aber je länger es gedauert hat, um so mehr war zu sehen, dass Gummersbach seinen Streifen einfach durchspielt. Sie waren uns überlegen, in allen Bereichen."

Die Sorge um die eigene Zukunft im Hinterkopf, lähmte vor allem nach dem Wechsel die HSG-Bemühungen. "Vielleicht haben wir in den letzten fünf Minuten daran gedacht", gestand Andreas Simon, neben Torhüter Tomas Mrkva noch stärkster HSG-Akteur, ein. "Aber wir hatten auch nicht so die Möglichkeit, rüberzubringen, was wir uns vorgenommen haben. In unserer Situation muss man eigentlich auch einmal so eine Mannschaft wie Gummersbach schlagen, aber in der zweiten Halbzeit war das schon locker, was die da gemacht haben."


Alle Probleme vergessen

Danach hatte es anfangs noch nicht ausgesehen. Zwar gingen die Gäste schnell mit 0:2 in Führung, doch schaffte es die HSG, bei der Einar Holmgeirsson und Maik Machulla anfangen durften, ihre anfängliche Nervosität in den Griff zu bekommen. Als Simon nach 16 Minuten das 7:4 markierte, waren für ein paar Minuten alle Probleme vergessen. Mrkva wurde im Tor zum Garanten der Führung, brachte es im ersten Durchgang auf zehn Paraden, doch das 9:7 (19.) war für lange Zeit der letzte Treffer, der dem Aufsteiger gelang. Gummersbach blieb ruhig, spielte konzentriert weiter und brach den Widerstand der HSG mit fünf Treffern in Folge vom 9:7 (19.) zum 9:12 (26.).