THW Kiel - HSV Hamburg - TBV Lemgo - SC Magdeburg - Frisch Auf! Göppingen - Rhein-Neckar Löwen - SG Flensburg-Handewitt - VfL Gummersbach - Füchse Berlin - MT Melsungen - TSV GWD Minden - HSG Wetzlar - HBW Balingen-Weilstetten - TUS N-Lübbecke - TSV Hannover-Burgdorf - Bergischer HC - TV Emsdetten - THSV Eisenach - DKB Handball-Bundesliga - Gipfeltreffen in Kiel - Kellerduell in Eisenach - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
DKB Handball-Bundesliga

Gipfeltreffen in Kiel - Kellerduell in Eisenach

 

Keine Verschnaufpause nach dem Länderspielwochenende: Mit dem kompletten 12. Spieltag am Mittwoch wird die heiße Phase in der Hinrunde in der DKB HBL eingeläutet. „Jetzt kommen die Kracherspiele“, weiß Kiels Meistertrainer Alfred Gislason und hat sogleich den ersten Böller vor der Brust. In der heimischen Sparkassen-Arena erwarten seine Zebras, die kurzfristig den Ausfall von Spielmacher Lauge verkraften müssen, die Löwen aus Mannheim. Erster gegen Zweiter, live auf Sport1, mehr kann man als Handball-Fan zum Start in den oft trüben November nicht verlangen.
Im Souterrain der Tabelle steht die Partie zwischen Aufsteiger Eisenach und Balingen besonders im Fokus.

Mi., 19.00 Uhr – O2 World, Hamburg
HSV Hamburg (4.) – SC Magdeburg (8.) - live auf Sport1.de

Acht Siege in Folge, der HSV hat sich nach dem Stolperstart längst wieder in den Kreis der Titelkandidaten gespielt. Während HSV-Coach Martin Schwalb aus dem Vollen schöpfen kann, haben sich die Sorgenfalten bei Gästetrainer Frank Carstens durch die schwere Verletzung von Kreisläufer Bartosz Jurecki weiter vergrößert. Zu allem Verletzungspech passte da die kurzfristige Absage von Keeper Dario Quenstedt, der sich bei der B-Nationalmannschaft den Zeigefinger ausgekugelt hat. Den bisher einzigen Sieg der Bördestädter an der Elbe gab es im September 2003. Mit dabei auf Seiten des HSV waren schon Pascal Hens und Torsten Jansen, während Keeper Johannes Bitter beim 32:29-Sieg damals noch das SCM-Trikot trug.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             11 Spiele – 10 Siege, 0 Unentschieden, 1 Niederlage – 335:277 Tore
Auswärts:      11 Spiele – 5 Siege, 0 Unentschieden, 6 Niederlagen – 311:329 Tore
Gesamt:         22 Spiele – 15 Siege, 0 Unentschieden, 7 Niederlagen – 646:606 Tore
Letzte Saison: 31:19

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
HSV:
S – S – S – S – S
SCM: N – S – SS – N

Es fehlen: keiner – Bezjak (Knie), Grafenhorst (Sprunggelenksverletzung), Jurecki (Knie-OP), Landsberg (Muskelfaserriss Brustmuskel), Rojewski (Daumen-OP), Oneto (Muskeleinriss Wade), Quenstedt (Finger ausgekugelt)

Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Braunschweig/Bochum)

 

Mi., 19.00 Uhr – Merkur Arena, Lübbecke:
TuS N-Lübbecke (10.) – Frisch Auf Göppingen (14.)

An den 24. März denken die Fans des TuS noch mit Grauen zurück. Mit 34:24 entführte Frisch Auf souverän beide Punkte aus Lübbecke. Beide Teams präsentierten sich in der bisherigen Spielzeit als eine Art Wundertüte, die eine Prognose fast unmöglich machen. Die Hausherren brachten zuletzt den Rhein-Neckar Löwen die bis dato einzige Niederlage bei, verloren am Wiehen aber auch überraschend gegen Balingen. Ähnlich sieht es bei den Schwaben aus, die mit dem überraschenden Pokalerfolg beim HSV Hamburg für Furore sorgten, ansonsten aber hinter den Erwartungen zurück blieben.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             15 Spiele – 10 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen – 366:343 Tore
Auswärts:      15 Spiele – 0 Siege, 2 Unentschieden, 13 Niederlagen – 331:393 Tore
Gesamt:         30 Spiele – 10 Siege, 2 Unentschieden, 18 Niederlagen – 697:736 Tore
Letzte Saison: 24:34

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
LÜB:
S – U – S – N – S
FAG: S – N – U – N – N

Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin)

Mi., 19.00 Uhr – RITTAL Arena, Wetzlar:
HSG Wetzlar (11.) – SG Flensburg-Handewitt (3.)

Es gibt sicherlich Gegner, die in Wetzlar lieber gesehen werden als der Gast aus Flensburg. Gegen kaum ein anders Team haben die Mittelhessen so eine niederschmetternde Bilanz als gegen die SG. Der bislang einzige Sieg datiert aus dem März 2001, als die HSG noch in der alten „Hölle von Dutenhofen“ spielte. Im Vorjahr hätte es beim 31:31 fast zum zweiten Sieg gereicht. Daran wird HSG-Coach Kai Wandschneider seine Mannen sicherlich erinnern. Sein Pendant Ljubomir Vranjes hofft, den Ausfall von Holger Glandorf wie beim 30:28-Erfolg beim Bergischen HC erfolgreich kompensieren zu können. Dem Einsatz von Spielmacher Thomas Mogensen, der am Wochenende wegen einer Oberschenkel-Blessur auf das Golden-League-Turnier in Oslo verzichtet hat, dürfte nichts im Wege stehen.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             15 Spiele – 1 Sieg, 3 Unentschieden, 11 Niederlagen – 396:445 Tore
Auswärts:      15 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 15 Niederlagen – 361:506 Tore
Gesamt:         30 Spiele – 1 Sieg, 3 Unentschieden, 26 Niederlagen – 757:951 Tore
Letzte Saison: 31:31

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
WET:
U – N – S – S – U
FLE: U – S – S – S – S

Es fehlen: Valo (Knie-OP), Krause (Oberschenkelprobleme) – Glandorf (Bauchmuskelfaserriss), Kaufmann (Knie-OP)

Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Heppenheim/Fellbach-Oeffingen)

 

Mi., 19.00 Uhr – Ems-Halle, Emsdetten:
TV Emsdetten (18.) – TBV Lemgo (13.)

„Klassenerhalt – das wird ganz schwer“, weiß Gennadij Chalepo. Der Emsdettener Trainer gibt sich angesichts von zwei Punkten aus elf Spielen keinen Illusionen hin. Damit die Rote Laterne von der Ems-Halle abgehängt werden kann, müsste ein Sieg gegen Lemgo her, dessen sind sich alle im Münsterland bewusst. Dass der TBV zuletzt vier Punktspiele verlor, lässt die Hoffnung in Emsdetten auf den zweiten Heimsieg etwas größer werden. Im bisher einzigen Pflichtspiel trafen sich beide Teams im Oktober 2006, als der TBV in der 3. DHB-Pokalrunde beim TVE souverän mit 41:23 siegte.

Die bisherige Bilanz:
Bisher keine Begegnungen in der DKB Handball-Bundesliga.

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
TVE:
N – N – N – N – N
TBV: S – N – N – N – N

Es fehlen: Schulz (Fußbruch) – keiner

Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen)

 

Mi., 19.00 Uhr – Uni-Halle, Wuppertal:
Bergischer HC 06 (9.) – TSV Hannover-Burgdorf (7.)

Ein hochinteressantes Duell im oberen Tableau: Das Überraschungsteam der aktuellen Saison gegen das Überraschungsteam der Vorsaison. Der BHC hat mit dem tollen Start in die Saison eine neue Handball-Euphorie im Bergischen Land ausgelöst. Da passt es wunderbar ins Bild, dass mit Viktor Szilagyi der Denker und Lenker des BHC seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat und die bisherige Bilanz gegen Burgdorf noch blütenweiß ist. Doch Vorsicht ist geboten, die Hannoveraner haben mit 7:3-Punkten eine hervorragende Auswärtsbilanz.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             1 Spiel – 1 Sieg, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen – 29:28 Tore
Auswärts:      1 Spiel – 1 Sieg, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen – 35:31 Tore
Gesamt:         2 Spiele – 2 Siege, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen – 64:59 Tore

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
BHC:
U – U – U – SN
HAN: N – U – N – S – S

Es fehlen: Artmann (Bänderriss), Gunnarsson (Kieferbruch) - keiner


Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweier)

 

Mi., 19.00 Uhr – Werner-Aßmann-Halle, Eisenach:
ThSV Eisenach (17.) – HSG Balingen-Weilstetten (15.)

„Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum!“ Mit diesem Slogan bewirbt der ThSV seine Nachwuchsarbeit. Doch für die Stars von morgen dürfte Eisenachs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge derzeit keinen Kopf haben. Seine Konzentration gilt im Abstiegskampf dem Tabellennachbarn aus Balingen, dem das Wasser ebenfalls bis zum Hals steht. Dort hat man mit der Vertragsverlängerung von Christoph Theuerkauf und der Rückkehr von Dennis Wilke Zeichen für die Zukunft gesetzt, doch die Gegenwart sieht alles andere als rosig aus. Die Verletzung von Kai Häfner im DHB-Dress beim Supercup dürfte Trainer Rolf Brack und seine Gallier wie ein weiterer Keulenschlag getroffen haben.

Die bisherige Bilanz:
Bisher keine Begegnungen in der DKB Handball-Bundesliga.

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
EIS:
N – N – N – N – N
BAL: N – U – N – N – U

Es fehlen: Hansen (Bauchmuskelverletzung), Koloper (Bandscheiben-OP), Lilienfelds (Armbruch) – Häfner (Hüftverletzung), W. Strobel (gesperrt)

Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg/Barleben)

 

Mi., 20.15 Uhr – Sparkassen-Arena, Kiel:
THW Kiel (1.) – Rhein-Neckar Löwen (2.) – live auf Sport1

An den 6. April 2011 erinnert man sich in Kiel nur ungerne. Damals unterlagen die Zebras beim 31:33 nicht nur zum bisher einzigen Mal den Rhein-Neckar-Löwen daheim, sondern kassierte im Spiel davor schon eine Heimniederlage gegen Großwallstadt. Zwei Heimpleiten am Stück hatte es für die Zebras seit 1978 nicht mehr gegeben. In dieser Saison schrammte das Team von Alfred Gislason gegen Gummersbach und Wetzlar nur jeweils knapp an einer Heimpleite vorbei. Gudmundur Gudmundsson, Gislason ehemaliger Zimmerkollege bei der isländischen Nationalmannschaft, kassierte mit den Löwen zuletzt eine überraschende Niederlage in Lübbecke. Will man den Rückstand von aktuell drei Punkten nicht noch weiter anwachsen lassen, müssen Uwe Gensheimer & Co. beherzter auftreten als in der Vorsaison. Da gab es mit 25:31 in Kiel und 17:28 daheim zwei deutliche Klatschen.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             9 Spiele – 8 Siege, 0 Unentschieden, 1 Niederlage – 301:240 Tore
Auswärts:      9 Spiele – 7 Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen – 273:247 Tore
Gesamt:         18 Spiele – 15 Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen – 574:487 Tore
Letzte Saison: 31:25

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
THW:
SS – N – S – S
RNL: S – U – S – N – S

Es fehlen: Lauge (Kreuzbandanriss), Palmarsson (Reha nach Knie-OP) – Sesum (Reha nach Knie-OP)

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg)

 

 

Mi., 20.15 Uhr – Rothenbach-Halle, Kassel:
MT Melsungen (6.) – TSV GWD Minden (16.)

Sieht man einmal von der Heimniederlage gegen Gummersbach vor wenigen Wochen ab, läuft die Saison für die Melsunger bisher nach Plan. Platz sechs sowie der Einzug ins Pokal-Achtelfinale lassen die Bartenwetzer mehr denn je vom Ziel Europa träumen. Helfen könnte da ein weiterer Heimsieg. Die Favoritenrolle gegen Minden liegt klar bei der MT. GWD wartet nach dem 24:24 daheim gegen Wetzlar, als eine 16:8-Halbzeitführung nicht reichte, weiter als einziges Team auf den ersten Saisonsieg. Der Rücktritt von Co-Trainer Aaron Ziercke und die Knieblessur von Sören Südmeier tragen da sicherlich nicht zur einer besseren Grundstimmung in Ostwestfalen bei.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             6 Spiele – 5 Siege, 0 Unentschieden, 1 Niederlage – 178:162 Tore
Auswärts:      6 Spiele – 1 Sieg, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen – 175:190 Tore
Gesamt:         12 Spiele – 6 Siege, 1 Unentschieden, 5 Niederlagen – 353:352 Tore
Letzte Saison: 26:21

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
MEL:
S – N – S – S – S
GWD: U – N – N – N – U

Es fehlen:
keiner – Schäpsmeier (Achillessehnenabriss), Südmeier (Knieprellung)

Schiedsrichter: Behrens/Fasthoff (Neuss/Neuss)

 

Mi., 20.15 Uhr – Schwalbe-Arena, Gummersbach:
VfL Gummersbach (12.) – Füchse Berlin (5.)

Die neue Schwalbe Arena hat sich für den VfL bei bisher 5:7-Punkten bisher nicht als die erhoffte “Verstärkung“ erwiesen. Lediglich gegen die Aufsteiger Emsdetten und Eisenach gelang Lichtlein & Co. ein Sieg. Gegen Flensburg, ein ähnliches Kaliber wie jetzt die Füchse aus Berlin, waren die Mannen um Kapitän Christoph Schindler zuletzt ohne Chance. Die Füchse kommen mit der Empfehlung von bereits vier Auswärtssiegen ins Oberbergische.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             13 Spiele – 9 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen – 359:309 Tore
Auswärts:      13 Spiele – 5 Siege, 3 Unentschieden, 5 Niederlagen – 286:282 Tore
Gesamt:         26 Spiele – 14 Siege, 5 Unentschieden, 7 Niederlagen – 645:591 Tore
Letzte Saison: 23:28

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
GUM:
N – USN – U
BER: U – U – S – S – N

Es fehlen:
Bult (Muskelfaserriss) - keiner

Schiedsrichter: Brauer/Holm (Hamburg/Hagen)