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Wetzlar überrascht Berlin, Lemgo souverän gegen den TVG

Göppingen entzaubert die HSV-Stars

Frisch Auf Göppingen hat den HSV Hamburg entzaubert. Mit dem 36:35 (19:15) kämpften die Schwaben die Hanseaten nieder und fügten ihnen die erste Bundesliga-Niederlage der Saison zu. Überraschend gewann auch die HSG Wetzlar gegen die Füchse Berlin, erwartungsgemäß war hingegen Lemgos Sieg gegen den TV Großwallstadt.

Mit einer Handball-Gala  verwöhnte Frisch Auf die Fans in der EWS Arena. Vor gerade einmal zwei Wochen war die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic mit 22:40 beim THW Kiel untergegangen, nun bewiesen die Göppinger, angeführt von den beiden frisch gebackenen Supercup-Siegern Lars Kaufmann und Michael Haaß, dass auch die von Flensburgs Trainer Per Carlen als „Außerirdische“ gelobten Hamburger zu schlagen sind. Das hatte bislang nur Champions-League-Sieger Balonmano Ciudad Real in der Königsklasse geschafft.

Blitzstart zum 7:1

Die Grundlage zum Triumph legten die Hausherren mit ihrem Blitzstart zum 7:1 (9.), Erst dann fand der HSV ins Spiel und kämpfte sich über 4:9 (13.) und 10:13 (21.) beim 14:16 (27.) sogar wieder auf zwei Tore heran. Doch Frisch Auf zeigte sich unbeeindruckt und baute seine Führung mit einem erneuten guten Start in die zweite Hälfte wieder auf 25:19 (40.) aus.

Trotzdem wurden die letzten sieben Minuten zum Krimi: Hamburg arbeitete von 30:34 sich Tor um Tor heran, zwei Minuten vor Schluss erzielte Hans Lindberg zum 34:34 den Ausgleich. Dann beim 35:35 der letzte Göppinger Angriff, den Michael Thiede mit dem ‚Goldenen Tor‘ in der Schluss-Sekunde abschloss – der Rest war grenzenloser Schwaben-Jubel.

Endspurt der Füchse zu spät

Mit dem 27:26 (15:11) gegen die Füchse Berlin erwischte die HSG Wetzlar einen tollen Start in den von Trainer Michael Roth ausgerufenen „Monat der Wahrheit“. Nach frühem 3:4-Rückstand (10.) übernahmen die Hessen das Kommando. 8:4 (15.), 10:7 (20.) und 17:12 (34.) waren die Zwischenstationen zu dem ab dem 20:14 (40.) ungefährdet scheinenden Sieg.

Doch die Füchse bäumten sich noch einmal auf und kamen beim 25:26 drei Minuten vor dem Ende noch einmal bedrohlich auf. Doch die HSG behielt die Nerven, es reichte zum zweiten Zittersieg nach dem 30:29 gegen Lemgo.

Sieg ohne Glanz

Ohne wirklich zu glänzen erspielte sich der TBV Lemgo das 25:20 (13:10) gegen den TV Großwallstadt. Zwar lagen die Ostwestfalen ab dem 7:5 (16.) ständig vorne, doch schafften sie es nie, die Mainfranken richtig abzuschütteln. Beim 23:20 vier Minuten vor dem Ende durfte der TVG letztmals auf einen Punkt hoffen, ehe Holger Glandorf die Entscheidung schaffte.

Die Statistik

HSG Wetzlar – Füchse Berlin 27:26 (15:11)
HSG Wetzlar: Krasavac, N. Weber; S. Weber, Smoler (2), Christophersen (3), Salzer, Valo (7), Allendorf (7/3), Jungwirth (1), Mraz (3), Djordjic, Schneider, Chalkidis, Werum (4).
Füchse Berlin: Heinevetter, Stochl; Vatne, Laen (3), Strand (4), Karason (1), Göde, Richwien (6), Kubisztal (1), Wilczysnki (1), Schneider (3), Bult (5), Murawski (1), Jaszka (1).
Zuschauer:
3.000. - Schiedsrichter: Immel/Klein. - Zeitstrafen:  12:16 Minuten. – Disqualifikation: Chalkidis (40., nach der 3. Zeitstrafe). - Siebenmeter: 4/3:1/0.

Frisch Auf Göppingen – HSV Hamburg 36:35 (19:15)
Frisch Auf Göppingen: Tahirovic, Weiner; Schweikardt (1), Kneule, Oprea (4), Thiede (6), Schöne (4), Späth (2), Kaufmann (11), Mrvaljevic, Haaß (8/2), Häfner, Jurca.
HSV Hamburg: Bitter, Sandström; Schröder (1), Duvnjak (1), Jansen (2), Flohr (2), Vori (2), G. Gille (4), Lindberg (8/5), K. Lijewski (4), M. Lijewski (5), Hens (6).
Zuschauer: 4.250 (ausverkauft). - Schiedsrichter: Methe/Methe . - Zeitstrafen:  6:12 Minuten. – Disqualifikation: G. Gille (55., grobes Foul). - Siebenmeter: 2/2:5/5.

TBV Lemgo – TV Großwallstadt 25:20 (13:10)

TBV Lemgo: Galia, Lichtlein; Kraus (2), Ilyes (3), Bechtloff (2), Glandorf (4), Schmetz (3/3), Kehrmann (4), Mocsai, Binder, Hermann (1), Svavarsson (6), Strobel, Kubes.
TV Großwallstadt: Andersson, Rominger; .Kneer (2), Köhrmann (1), Reuter (3), Szücs, Weinhold (4), Kunz (3/2), Schmeißer, Spatz (1), Jakobsson, Larsson (1), Tiedtke (5).
Zuschauer: 3.838. - Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow.. - Zeitstrafen: 2:4 Minuten. - Siebenmeter: 4/3:3/2.