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Göppingen wacht noch rechtzeitig auf

Mit dem 36:31-Sieg über GWD Minden hat Frisch Auf Göppingen nun endgültig die Qualifikation für den EHF-Cup klar gemacht, während die Ostwestfalen mit dieser Niederlage höchstwahrscheinlich den bitteren Gang ins Unterhaus antreten müssen. Aber zunächst hatten die 5000 Zuschauer in der Göppinger EWS-Arena erneut ein Deja-Vu-Erlebnis.

Wie schon beim letzten Heimspiel gegen Dormagen taten sich die Schwaben schwer gegen einen vermeintlichen Underdog. Minden spielte unbeschwert auf und hielt in der ersten Halbzeit die Gastgeber lange Zeit in Schach. Zunächst führte der Altmeister aus Württemberg bis zur neunten Minute zwar mit 7:5, dann aber schlug Grün-Weiß Dankersen gnadenlos zurück. Vier Tore in Folge brachten dem zweifachen deutschen Meister innerhalb von knapp drei Minuten eine 9:7-Führung.

Göppingen stand in der Abwehr einfach nicht genau genug, und so konnte sich insbesondere Mindens Kreisläufer Anders Henriksson immer wieder durchsetzen. Letztendlich war der Schwede mit sieben Treffern neben Barna Putics bester Werfer der Ostwestfalen. Als sich Minden in der 22. Minute gar mit 14:10 nach vorne schoss, wurden die Frisch-Auf-Fans schon ein bisschen nervös. Dann aber besannen sich die Schwaben ihrer jederzeit vorhandenen physischen Kräfte. Insbesondere Frisch-Auf-Spielmacher Michael Haaß trieb das Angriffspiel des zweifachen Europacupsiegers nun nach vorne. Bis zur Halbzeit arbeitete sich Göppingen auf 16:17 wieder heran.

Im zweiten Durchgang kam Frisch Auf dann schnell zum Ausgleich und zum Führungstreffer durch Drasko Mrvaljevic. Die Führung ließen sich die Göppinger Grün-Weißen dann nicht mehr nehmen. Kontinuierlich warfen sich die Göppinger Spieler immer mehr in Führung, während den Ostwestfalen zusehends die Kräfte schwanden (29:25/51.). Am Ende verhinderte der erfolgreichste Mindener Putics mit den letzten zwei Toren des Spiels noch einen Kantersieg für die Gastgeber.