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Große Unruhe hinter den Kulissen beim VfL Gummersbach

>Der Altmeister VfL Gummersbach hat in den vergangenen Jahren wahrlich schon manche Turbulenzen erlebt und für negative Schlagzeilen im bundesdeutschen Blätterwald gesorgt. Aber die Woche vor dem Start in die neue Bundesligasaison dürfte diesbezüglich alle Rekorde brechen. Da war von drohender Insolvenz, einem möglichen Punktabzug durch die HBL wegen angeblicher Verstöße gegen das Lizenzverfahren, ja sogar vom Verlust der Lizenz die Rede. In diesen Punkten gibt VfL-Geschäftsführer Francois-Xavier Houlet zwar Entwarnung ("Wir leben, wir sind nicht insolvent und einen Punktabzug bekommen wir auch nicht aufgebrummt"), aber Fakt ist, dass die angestrebte Kürzung der Spielergehälter für mächtig Unruhe hinter den VfL-Kulissen gesorgt hat - und weiter sorgt.

Und schon vor dem Bundesligastart schrumpfte der 19köpfige Bundesligakader: Zarko Markovic, montenegrinischer Neuzugang aus Veszprem, bat am Mittwochabend überraschend um eine Vertragsauflösung und ist bereits in seine Heimat zurückgekehrt. Beim VfL legt man aber Wert auf die Feststellung, dass die Entscheidung Markovic’ keine finanziellen Gründe hatte, sondern ausschließlich "aus privaten Motiven" erfolgte. Der VfL gab dem Drängen des 23-jährigen Rückraumspielers auf Auflösung des Vertrages nach und hofft nun, dass Markovic einen Verein findet, der die an Veszprem gezahlte Ablösesumme, die bei 50.000 Euro gelegen haben soll, den Oberbergern erstattet.

Derweil ist die erste Runde der Einzelgespräche bezüglich der Gehaltskürzung abgeschlossen. Wie es aus Insiderkreisen heißt, sollen bis auf vier Spieler alle anderen ihre Zustimmung auf Kürzung ihres Gehalts um 20 Prozent signalisiert haben. Houlet hat aber auch in diesen Fällen die Hoffnung noch nicht aufgegeben: "Wir werden in den nächsten Tagen weitere Gespräche mit den Spielern führen." Im Mittelpunkt dürfte vor allem Torhüter Goran Stojanovic stehen, der gegen Düsseldorf beste Werbung in eigener Sache betrieb.

In die finanzielle Schieflage geriet der VfL dadurch, dass ein Premiumsponsor ganz ausschied, zwei ihre Zuwendungen kürzten und mehrere Partner aus dem Business-Club kündigten. Außerdem beklagt der VfL Außenstände in sechsstelliger Höhe.
vfl gummersbach

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