Lob von Bundestrainer Brand für den Höhenflug des VFL - Gummersbach leistet "Optimales" - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Lob von Bundestrainer Brand für den Höhenflug des VFL

Gummersbach leistet "Optimales"

Das Lob kam von höchster Stelle: „Was der VfL mit dem kleinen Kader herausholt, ist optimal“, brachte Bundestrainer Heiner Brand den Gummersbacher Höhenflug bis auf Platz drei der Bundesliga auf den Punkt.

Wirklich hatte wohl kaum einer den Altmeister aus dem Oberbergischen vor der Saison unter den Topteams erwartet. Schließlich hatte die Mannschaft, die die vergangene Saison nur als Bundesliga-Neunter beendet hatte, aus wirtschaftlichen Gründen eine Menge an sportlicher Substanz gelassen. Mit Momir Ilic zum THW Kiel und Alex Alvanos, der nach einem monatelangen Zwischenspiel auf der Auswechselbank der Rhein-Neckar Löwen inzwischen beim TuS N.-Lübbecke gelandet ist, hatten die beiden erfolgreichsten Werfer, die beiden Starter auf den Halbpositionen im Rückraum, den Verein genau wie Zweit-Torhüter Nandor Fazekas (Richtung Ungarn) verlassen.

Taktisch immer eine Antwort

Und bereits im Verlauf der vorigen Saison waren mit Oleg Kuleschow, Roman Pungartnik und Kenneth Klev drei weitere erfahrene Spieler gegangen (worden). Schließlich machte sich der einzige prominente Neuzugang Zarko Markovics schon wieder davon, bevor er das erste mal für den VfL um Punkte gespielt hatte. Dazu kamen langwierige Diskussionen um einen 20-prozentigen Gehaltsverzicht aller Spieler und der Ausfall von Adrian Pfahl, dem einzigen rückraum-tauglichen Linkshänder.

Aus diesen – um es vorsichtig zu sagen – sub-optimalen Voraussetzungen hat Trainer Sead Hasanefendic eine Truppe geschmiedet, die ganzheimlich an den all den höher eingeschätzten Konkurrenten wie Lemgo, Flensburg., Göppingen und vor allem den Löwen vorbei auf Platz drei geklettert ist. „Er macht optimales Training, bereitet uns perfekt vor und hat im Spiel immer die richtige taktische Antwort“, lobt VfL-Allrounder und Sportstudent Jörg Lützelberger Coach Hasanefendic, der – früher oft als (zu) harter Hund kritisiert – seine Spieler mittlerweile sogar von zeit zu Zeit mit einem freien Tag zur Regeneration überrascht.

Fünf Gegner auf Augenhöhe im Dezember

Nur gegen das Topduo Kiel und Hamburg wurde verloren, dazu spielte der VfL gegen Aufsteiger Lübbecke und die Löwen jeweils unentschieden, der Rest der Spiele wurde – wenn auch nicht immer glanzvoll – gewonnen. „Kompliment an Mannschaft und Trainer, der Tabellenplatz ist sensationell“, sagt der Alt-Gummersbacher Heiner Brand. Nicht nur er wird die nächsten Wochen mit Spannung beobachten. Im Dezember warten in Lemgo, Göppingen und Berlin sowie gegen Flensburg-Handewitt und Magdeburg fünf Duelle mit Gegnern auf Augenhöhe auf das bisherige Überraschungsteam der Saison.