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Positive Signale

Gummersbach vor der Rettung

Beim finanziell angeschlagenen VfL Gummersbach stehen die Zeichen auf Rettung. Offenbar ist der Traditionsclub auf gutem Weg, eine Liquiditätslücke in Höhe von 2,2 Millionen Euro zu schließen und damit doch noch die Lizenz für die Handball-Bundesliga zu bekommen.

Dem Vernehmen nach soll es für die noch fehlenden 500 000 Euro bereits Sponsorenzusagen geben. «Ich bin davon überzeugt, dass wir die restliche Summe auch noch aufbringen werden», sagte Geschäftsführer Axel Geerken dem «Express».

Am 27. Mai um 23.59 Uhr läuft die Frist für die Abgabe der Unterlagen ab. Wegen fehlender 2,2 Millionen Euro hatte die Handball-Bundesliga (HBL) den Gummersbachern vor einer Woche die Lizenz für die Bundesliga verweigert.

Nach einem Rettungsgipfel mit rund 100 Vertretern aus Sport, Politik und Wirtschaft, bei dem sich auch der scheidende Bundestrainer Heiner Brand mit eindringlichen Worten für seinen ehemaligen Club stark gemacht hatte, ist bei den Sponsoren die Hilfsbereitschaft gewachsen. Seither deutet viel darauf hin, dass der drohende Sturz in die Drittklassigkeit abgewendet werden kann.

In ihrer Not hatten die Gummersbacher zuletzt ein Spendenkonto eingerichtet und die Fans um finanzielle Hilfe gebeten. Der kurzfristig um ein Jahr vorgezogene Transfer des Rückraumspielers Drago Vukovic zum Ligakonkurrenten TuS N-Lübbecke sorgte für zusätzliche Einnahmen. Im Überlebenskampf sind die Gummersbacher erprobt. Schon 1996, 2000 und 2009 stand der Verein vor dem Aus.