Rhein-Neckar Löwen - VfL Gummersbach - VfL erkämpft sich ein verdientes 27:27 gegen den Favoriten - Gummersbach zähmt die Löwen - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
VfL erkämpft sich ein verdientes 27:27 gegen den Favoriten

Gummersbach zähmt die Löwen

Die Rhein-Neckar Löwen haben den Sprung auf Platz drei verpasst. Beim VfL Gummersbach kam die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren zum Abschluss des 9. Spieltags nicht über ein 27:27 (16:12) hinaus.

In den ersten zwanzig Minuten konnte der Altmeister die Partie offen halten und sogar mit 10:8 (19.) in Führung gehen. Dann agierte die Gäste-Abwehr vor dem guten Slawomir Szmal mit mehr Aggressivität und legte das Angriffsspiel des VfL fast völlig lahm. Zudem  setzte sich die überlegene Durchschlagskraft des Löwen-Rückraums eindeutig durch. Mit sechs Treffern in Folge zog die Lindgren-Truppe auf 14:10 (27.) davon.

Nach der Pause stürzte der VfL das Star-Ensemble der Gäste mit 14 Nationalspielern aus sechs Ländern erst einmal in völlige Ratlosigkeit – schlicht durch eine offene Deckung der Gastgeber. Gummersbach mit dem starken Goran Stojanovic zwischen den Pfosten holte Tor um Tor auf und ging sogar mit 20:18 erneut in Führung. Dann zeigte das Time Out von Löwen-Bändiger Lindgren Wirkung: Die Badener setzten sich im Angriff wieder entschlossener durch, während das Rest-Aufgebot der Hausherren zunehmend müder wirkte.

Vom 22:20 (47.) zum 22:24 (52.) schienen die Löwen, trotz aller Unruhe rund um die Bank, die Partie zu kippen. Doch der VfL gab sich einfach nicht geschlagen, kämpfte sich noch einmal zurück. In der dramatischen Schlussphase legten die Löwen jeweils vor, Gummersbach schlug zurück. Zehn Sekunden vor dem Abpfiff wuchtete Robert Gunnarsson den Ball zum 27:27 ins Tor – das war’s.

Das Spiel in der Statistik

VfL Gummersbach – Rhein-Neckar Löwen 27:27 (12:16)
VfL Gummersbach: Lucau, Stojanovic; Krantz (1), Wagner (3), Vuckovic (4), Fäth (3), Rother, Lützelberger, Eisenkrätzer,, Gunnarsson (4), Teppich, Szilagyi (2), Rahmel, Zrnic (10/5)
Rhein-Neckar Löwen: Szmal, Fritz; Gensheimer (4/1), Roggisch, Harbok (3), Bielecki (4), Manojlovic (1), Gudjonsson (2), Stefansson (5/2), Müller (2), Myrhol (1), Sigurdsson (1), Groetzki (1).
Zuschauer: 5.917. - Schiedsrichter: Biaesch/Sattler . - Zeitstrafen:  6:10 Minuten. - Siebenmeter: 7/5:4/3.