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Guter Schachzug von Petkovic

Die 5.000 Zuschauer in der EWS-Arena sahen eine packende und spannende Partie, die für jeden Handballwerbefilm hätte herhalten können. Kampf, Dynamik, Schnelligkeit, schöne Tore und tolle Paraden gab es in diesem Spitzenspiel. Nach 36 Minuten führten die Gäste aus der Hauptstadt mit 19:13, und sahen schon wie die sicheren Sieger aus. Dann aber schlug der Gastgeber aus der "Handballhauptstadt" zurück. Die Schwaben bliesen erbarmungslos zur Fuchsjagd. Kippten in den letzten 20 Minuten das Spiel und holten sich am Ende noch den verdienten Sieg.

Der erste Durchgang verlief sehr ausgeglichen. Nie konnte sich eines der beiden Teams deutlich absetzen. Allerdings drückten die Füchse aus Berlin aufs Tempo. Schnell lief der Ball durch die Reihen der Berliner. Immer wieder kamen die Füchse durch Würfe aus dem Rückraum zu leichten Treffern. Hier taten sich insbesondere die Halben Sven-Sören Christophersen und Alexander Petersson hervor. Dennoch war Göppingen in dieser ersten Hälfte noch in der Lage, dran zu bleiben. Dies änderte sich in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit total. Füchse-Keeper Silvio Heinevetter hielt nun wie der Teufel und vorne netzten die Berliner Angreifer eins ums andere mal ein. Die Felle schienen den Gastgebern davon zu schwimmen. Grund genug für ein Timeout. Ab dieser Auszeit schlug dann die Stunde des Velimir Petkovic. Der Göppinger Trainerfuchs stellte die Abwehr auf eine 5:1-Deckung um, verhalf Lars Kaufmann nach dreimonatiger Verletzungspause zu seinem Comeback und beorderte Jure Vran ins Gehäuse. Zudem wurden die Youngster Tim Kneule und Max Schubert verstärkt in den Kampf geworfen.

Das alles sollte in der Summe die Wende bringen. Die Grün-Weißen fighteten nun um jeden Ball. Vran hielt toll und die Schwaben arbeiteten sich Tor um Tor heran. Die Füchse wirkten nun ob der offensiven Deckung der Grün-Weißen wie gehemmt. Als Tim Kneule in der 58. Minute Frisch Auf mit zwei Toren in Front warf (26:24), brachte Füchse-Coach Sigurdsson den siebten Feldspieler. Was letztendlich aber den verdienten Erfolg der Schwaben nicht mehr gefährden konnte.