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GWD beendet im Derby die schwarze Serie

Ausgerechnet im 57. Kreisderby der beiden alten Rivalen beendete GWD Minden seine schwarze Serie und ergriff damit den letzten Strohhalm im Abstiegskampf. Nach diesem überzeugenden Sieg in der ausverkauften Kampa-Halle hat sich die Stimmung im Mindener Land etwas verändert, nun glaubt man vielerorts wieder an den Klassenerhalt. Das erste Tor des Spiels warf Arne Niemeyer in seinem ersten Spiel im Nettelstedter Trikot an seiner langjährigen Wirkungsstätte. Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich GWD zunächst etwas ab. Beim 13:9 nahm Lübbeckes Trainer Patrick Liljestrand eine Auszeit. Dieser erzielte sofort die gewünschte Wirkung und die Rothemden glichen mit vier Toren in Folge zum 13:13 aus.

Es sollte aber der letzte Ausgleich sein. Die Mindener warfen alle Derbyemotionen in die Waagschale, während der TuS etwas hölzern versuchte, dagegen zu halten. Mit dem Pausenpfiff erzielte GWD-Linksaußen Aljoscha Schmidt ein Traumtor: Der herausragende GWD-Torhüter Nikolas Katsigiannis spielte einen Gegenstoß-Pass auf Schmidt. Den Ball von "Katze" nahm "Joschi" im im Sprung auf und knallte den Ball aus der Drehung aus 14 Metern dem verdutzten TuS-Keeper Nikola Blazicko durch die Beine. Die GWD-Fans tobten vor Begeisterung. Überhaupt spielte Schmidt vor der Pause sein großes Potenzial aus, blieb ohne Fehlwurf.

Nach der Pause baute er etwas ab, dafür sprangen aber die anderen in die Bresche. René Bach Madsen, der vor der Pause relativ blass blieb, drehte im zweiten Durchgang auf. Nach dem 20:16 kamen die Lübbecker durch Niemeyers letzten Treffer auf 20:18 heran (39.), Minden ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und in der Folge bauten die Dankerser ihren Vorsprung kontinuierlich aus.

Das letzte GWD-Tor zum 28:22 erzielte passenderweise Stephan Just. In seinem ersten Heimspiel hatte der neue GWD-Trainer Ulf Schefvert "Apollo" die Spielmacherrolle anvertraut, und der Allrounder zahlte dieses Vertrauen mit einer Topleistung zurück. Ebenso wie der ebenfalls überzeugende GWD-Kapitän Moritz Schäpsmeier prägte Just das Spiel der Mindener. Nach dem langersehnten zweiten Saisonsieg ließen die GWD-Fans ihre Spieler noch eine Viertelstunde lang hoch leben. Die tief enttäuschten TuS-Fans, die den Grün-Weißen gern den letzten Sargnagel verpasst hätten, schlichen indes enttäuscht von dannen.