HSV Hamburg - Füchse Berlin - Großwallstadt holt Punkt in Göppingen - Siege für Gummersbach und Flensburg - Hamburg demütigt die Hauptstadt - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Großwallstadt holt Punkt in Göppingen - Siege für Gummersbach und Flensburg

Hamburg demütigt die Hauptstadt

Das nächste Duell eines Emporkömmlings gegen eines der Topteams endete mit der nächsten Klatsche. Mit 37:25 (22:9) deklassierte der HSV Hamburg die Füchse Berlin in deren eigenem Bau. Frisch Auf Göppingen kam auch gegen den TV Großwallstadt nicht über ein Unentschieden hinaus.

Dabei rettete Dragos Oprea den Schwaben das 27:27 (10:12) mit seinem achten Tor 60 Sekunden vor der Schlusssirene. Großwallstadt hatte – vor allem dank des überragenden Rückraums mit Stefan Kneer (7), Oliver Köhrmann (4) und Steffen Weinhold (6) - die Partie bestimmt. Frisch Auf hatte drei Tage nach dem enttäuschenden 24:24 im EHF-Pokal in Porto erneut nie zu seinem Spiel gefunden.

Mehr Mühe als erwartet hatte der VfL Gummersbach beim 28:2 4 (14:13) beim TSV Hannover-Burgdorf. Auch die SG Flensburg-Handewitt tat sich gegen die MT Melsungen lange Zeit schwer. Lars Christiansen legte mit 12 Toren den Grundstein zum 34:30 (16:15)-Erfolg der Nordlichter.

245 Sekunden lang durften die Füchse davon träumen, eine Wiche nach der bösen 23:40-Klatsche gegen den THW Kiel einem Topteam Paroli bieten zu können. Doch nach dem 2:2 (5.) zogen die Hanseaten mit sieben Treffern in Folge bereits vorentscheidend davon. Auch das zwischenzeitliche Time Out (beim 2:8) half nichts, der HSV nahm die Berliner nach allen Regeln der Handball-Kunst auseinander. Schon nach 20 Minuten lag das Team von Dagur Sigurdsson beim 4:14 erstmals mit zehn Treffern zurück.

Dass die Hauptstädter zur Pause wenigstens zwei Tore mehr erzielt hatten als der TBV Lemgo 24 Srunden zuvor gegen die Rhein-Neckar Löwen – geschenkt! Dafür hatten Silvio Heinevetter und Peter Stochl – in Berlin gerne als eines der besten Torhüter-Duos der Liga gepriesen – auch schon rekordverdächtige 22 Mal hinter sich greifen müssen. Zynikern fiel als Positivum auf, dass die Füchse bis zur Pause wenigstens zwei Tore mehr warfen als die sieben von HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg.

Die Statistik

Füchse Berlin – HSV Hamburg 25:37 (9:22)
Füchse Berlin: Heinevetter, Stochl; Löffler (1), Vatne, Laen, Strand (2/1), Karason, Göde (1), Richwien (4), Kubisztal, Wilczysnki (7/4), Schneider (2), Murawski (1), Sellin, Jaszka (7).
HSV Hamburg: Bitter, Sandström; Schröder (1), Duvnjak (3), Jansen (4), Lackovic (3), Flohr (3), Vori (6), G. Gille (1), Lindberg (7/5), K. Lijewski (1), M. Lijewski (3), Hens (5).
Zuschauer: 7.000. - Schiedsrichter: Schaller/Wutzler. - Zeitstrafen: 4:10 Minuten. - Siebenmeter: 8/5:5/5.

SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen 34:30 (16:15)
SG Flensburg:
Beutler, Hampel; Karlsson, Carlen (2), Eggert, Fahlgren, Mogensen (5), Svan Hansen (3), Christiansen (12/8), Johannsen, Heinl (2), Petterson (3), Knudsen (7).
MT Melsungen: Kelentric, Lechte; Brovka (1), Schöngarth (1), Junillon, Klitgaard (3), Anusic (1), Tellander, Tzimourtos, Treutler, Danner (2), Sanikis (10), Aagard (2), Vuckovic (10/4).
Zuschauer: 5.423. – Schiedsrichter: Dedens/Geckert. – Zeitstrafen: 12:14 Minuten. – Siebenmeter: 8/8:4/4.

Frisch Auf Göppingen – TV Großwallstadt 27:27 (10:12)
Frisch Auf Göppingen: Tahirovic, Weiner; Schweikardt, Kneule, Oprea (8/1), Thiede (4), Schöne (2), Späth (3), Kaufmann (1), Landsberg, Haaß (6/3), Häfner, Jurca (3).
TV Großwallstadt: Andersson, Rominger; Spatz (2/2), Weinhold (6), Kneer (7), Tiedtke (3), Larsson (2), Jakobsson, Kunz (2), Reuter, Köhrmann (4), Kossler, Schmeißer (1).
Zuschauer: 4.600. – Schiedsrichter: Biaesch/Sattler. – Zeitstrafen: 2:8 Minuten. – Siebenmeter: 7/4:3/2.

TSV Hannover-Burgdorf – VfL Gummersbach 24:28 (13:14)
TSV Hannover-Burgdorf:
Meyer, Puljezevic; Przybecki (6), Jonsson (3/1), Habbe (2), Jurdzs, Buschmann (1), Stelmokas, Lehnhoff (4/2), Rydergard (1), Bedzikowski (3), Friedrich (4/1).
VfL Gummersbach: Lucau, Stojanovic; Krantz, Wagner (6/3), Vukcovic (7), Fäth (1), Rother, Lützelberger (1), Eisenkrätzer, Gunnarsson (4), Teppich, Szilagy (2), Rahmel, Zrnic (7).
Zuschauer: 1.884. – Schiedsrichter: Pritschwo/Pritschow. – Zeitstrafen: 20:8 Minuten. – Siebenmeter: 6/4:5/3.