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Der zehnte Spieltag

Hamburg und Berlin jubeln - Löwen an der Tabellenspitze

Nordderby gewonnen, Selbstvertrauen getankt und ein dickes Lob vom Gegner: Vizemeister HSV Hamburg hat seine Titelambitionen in der Handball-Bundesliga eindrucksvoll untermauert und mit dem überzeugenden 32:24 (18:12)-Erfolg gegen die SG Flensburg-Handewitt sogar Bewunderung beim Rivalen ausgelöst. „Man muss sagen, dass Hamburg überragend war und uns zu einer Junioren-Mannschaft gemacht hat“, sagte Flensburgs Trainer Per Carlen.

Mit 18:2 Punkten schloss der HSV zum spielfreien Titelverteidiger THW Kiel auf, während die Rhein-Neckar Löwen bei einer mehr ausgetragenen Begegnung durch ein 31:23 (14:12) gegen den TV Großwallstadt mit 19:3 Zählern die Tabellenführung übernahmen. „Das ist eine Momentaufnahme, mehr nicht“, meinte Nationalspieler Uwe Gensheimer (7 Tore) und trat damit auf die Euphoriebremse.

Weiter an der Spitze mischen auch die Füchse Berlin (17:3 Punkte) nach einem 34:32 (18:16) beim VfL Gummersbach mit. „Wir haben jetzt so viel Selbstvertrauen, dass wir auch ein so enges Spiel gewinnen“, meinte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson. Für Gummersbach (14:6) war es die erste Niederlage in der kleinen Eugen-Haas-Halle seit Mai 2006.

Partystimmung herrschte unterdessen in Hamburg. 13.171 Zuschauer feierten die Spieler nach dem Sieg im Derby ausgelassen. Zum Matchwinner avancierte dabei Johannes Bitter. Der Nationaltorhüter kam in der 20. Minute beim Stand von 11:11 aufs Feld und brachte danach die Gäste-Spieler zur Verzweiflung. Bitter wehrte 43 Prozent der Würfe ab. So setzte sich der HSV bis zur 33. Minute auf acht Tore ab. „Wir haben weiteres Selbstbewusstsein für die kommenden Wochen getankt“, meinte Bitter, der vor einer Vertragsverlängerung steht. Man sei in Gesprächen. Er würde gerne in Hamburg bleiben und hoffe, dass in Kürze etwas passieren werde, so Bitter. Neben dem Schlussmann überzeugte auch Hans Lindberg mit acht Treffern. Das Tor zum zwischenzeitlichen 24:14 war der 100. Saisontreffer des Rechtsaußen der dänischen Nationalmannschaft. „Wenn man uns vorher gesagt hätte, dass wir mit acht gewinnen, hätten wir sofort unterschrieben“, meinte der französische Olympiasieger Guillaume Gille nach dem klaren Erfolg gegen Flensburg (14:8 Punkte).