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Der Titelkampf

Hamburg und Kiel schießen sich auf Showdown ein - Debakel für die Löwen

Noch je zwei Spiele vor Augen, doch den Showdown bereits im Kopf: Zwei Wochen vor der mit Hochspannung erwarteten Vorentscheidung im Titelkampf haben sich die Rivalen HSV Hamburg und THW Kiel auf das heiße Duell eingeschossen.

Nachdem die Hamburger durch einen 33:24 (16:9)-Sieg bei der HSG Düsseldorf die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga verteidigt hatten, zog Verfolger Kiel mit einem 38:26 (22:13)-Kantersieg bei der HSG Wetzlar nach. «Natürlich freuen wir uns, dass wir in Wetzlar gewonnen haben. Das HSV-Spiel ist dabei tatsächlich meine größte Sorge. Alle reden nur von diesem Spiel, aber man darf die Vorbereitung auf die anderen Partien nicht vergessen. Mit diesem Spiel ist uns eine gute Vorbereitung gelungen», sagte Kiels Trainer Alfred Gislason und sandte damit eine erste Kampfansage in Richtung Hamburg.

Eine Woche nach dem Viertelfinal-Aus in der Champions League mit dem enttäuschenden Auftritt bei Ciudad Real und dem damit geplatzten Traum vom Triple war das Hamburger Streben darauf gerichtet, wiederbelebten Kampfgeist zu demonstrieren. «Wir waren heute verflucht, Dynamik, Stärke und Willenskraft auszustrahlen», bekannte Trainer Martin Schwalb. Das gelang seiner Mannschaft zwar nicht über die gesamte Spielzeit, doch vier Tage nach seinem 47. Geburtstag freute sich der frühere Nationalspieler über eine souveräne Leistung als nachträgliches Geschenk. «Der Sieg war dennoch nie wirklich in Gefahr. Die Mannschaft hat sehr gut in der Abwehr gestanden und konnte mich dadurch beim Tempogegenstoß füttern», sagte Rechtsaußen Hans Lindberg, der mit 17 Treffern Garant für den Erfolg war.

Kiel hat noch die vermeintlich leichten Spiele gegen den TuS N-Lübbecke und beim TSV Hannover-Burgdorf, doch alles Sinnen ist bereits auf die Partie am 22. Mai in Hamburg gerichtet. «Jeder weiß, dass jetzt 100 Prozent Konzentration auf der Zielgeraden notwendig sind», sagte Nationalspieler Dominik Klein. Sorgen bereitet seinem Trainer, dass Torjäger Filip Jicha mit einer Wadenblessur außer Gefecht gesetzt ist. «Wir werden alles geben, ihn bis zum HSV-Spiel wieder fit zu bekommen», versprach Gislason, dessen Team einen Punkt Rückstand auf den Nord-Rivalen aufweist und in der Hinrunde in eigener Halle ein wenig erbauliches 29:29 hatte hinnehmen müssen.

Unterdessen haben die Europacup-Finalisten TBV Lemgo (EHF-Pokal) und VfL Gummersbach (Cupsieger-Wettbewerb) vor ihrem Aufeinandertreffen zwar ihr Punktekonto aufbessern, aber nur zum Teil Selbstvertrauen tanken können. Lemgo zitterte sich vor heimischer Kulisse zu einem 27:26 (14:15) gegen den Abstiegskandidaten TSV Dormagen, den Mark Schmetz mit einem verwandelten Siebenmeter erst 22 Sekunden vor Schluss perfekt machte. «Wir können nur sagen, dass wir als glücklicher Sieger vom Platz gegangen sind, von daher bin ich zufrieden», gab Lemgos Trainer Volker Mudrow zu.

Gummersbach feierte einen letztlich ungefährdeten 30:27 (17:14)-Erfolg bei GWD Minden und verstärkte damit zugleich die Abstiegsnöte beim Tabellenletzten aus Ostwestfalen. «Wir haben eine gute Leistung gezeigt und das Spiel souverän für uns entschieden. Gegen Lemgo haben wir nun ein wichtiges und sehr schweres Spiel vor uns», erklärte VfL-Trainer Sead Hasanefendic mit Blick auf das Duell der Tabellennachbarn.

Die Campushalle bebte. Nachdem die SG Flensburg-Handewitt in der ersten Halbzeit die Rhein-Neckar Löwen demontiert hatte, landete sie einen 32:25 (19:8)-Erfolg und näherte sich mit großen Schritten der Qualifikation zur Champions League. "Aller guten Dinge sind drei", jubelte SG-Trainer Per Carlen: "Torwart, Abwehr, Gegenstoß." Dem Schweden war es gelungen, seine Truppe glänzend auf den gefürchteten Löwen-Rückraum einzustellen. Karol Bielecki und Olafur Stefansson rückte seine Defensive kräftig auf die Pelle. "Die Flensburger Abwehr war sehr aggressiv, das war der große Unterschied", sagte Löwen-Keeper Slawomir Szmal. Nach dem 4:4 (9.) brachen alle Dämme. Flensburg überrannte den Tabellennachbarn. Fünf Minuten vor der Pause - es hieß bereits 16:7 - waren die Messen gelesen.

KOMMENTARE

Bernd, 11.05.10, 16:04 Uhr
Finn hat vollkommen recht. Flensburg hat eine phantastische Leistung erbracht. Kronau hat sich nicht gewehrt. Eine mehr »
Finn, 10.05.10, 19:08 Uhr
Wie ich es Liebe.... Da macht Flensburg mal ein richtig klasse Spiel und es wird fast nichts drüber geschrieben... mehr »
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