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Bundesliga aktuell

Hamm siegt und steigt ab

Siegreich, aber abgestiegen: Mit einem zumindest sportlich wertlosen Erfolg hat sich die HSG Ahlen-Hamm einen Spieltag vor dem Saisonfinale aus der Handball-Bundesliga der Männer verabschiedet.

Zwar feierte das Team von Trainer Kay Rothenpieler mit dem 30:27 bei MT Melsungen den dritten Auswärtssieg. Weil aber der als Zwangsabsteiger feststehende DHC Rheinland tags zuvor überraschend gegen Europacup-Starter SC Magdeburg mit 32:27 gewann, können die Westfalen den Relegationsrang 16 nicht mehr erreichen.

«Wir werden trotzdem nach unserem letzten Spiel zusammen mit den Fans feiern. Es war ein aufregendes erstes Jahr in der stärksten Liga der Welt, mit Höhen und Tiefen», sagte Rothenpieler. Abgestiegen ist darüber hinaus auch die TSG Friesenheim.

Die in der kommenden Saison sicher in einem europäischen Wettbewerb vertretene SG Flensburg-Handewitt feierte mit dem 28:23 über FA Göppingen nicht nur einen Prestige-Erfolg, sondern zog auch am EHF-Pokalsieger vorbei auf Tabellenplatz fünf.

Vor allem Dan Beutler, der die SG nach acht Jahren verlässt und wie Oscar Carlén (Rehabilitation nach Kreuzbandriss) zum deutschen Meister HSV Hamburg wechselt, zeigte beim Abschied von den Fans in der Campus-Halle eine Weltklasseleistung. «Es war eine Ehre für mich, so lange für diesen Verein spielen zu dürfen. Die SG wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben», sagte der Schwede. Zum letzten Mal an der Förde liefen auch Patrik Fahlgren und Lasse Boesen auf.

Siege am 33. Bundesliga-Spieltag feierten auch der TuS N-Lübbecke (33:30 gegen TSV Hannover-Burgdorf) und die HBW Balingen-Weilstetten (23:22 gegen TV Großwallstadt).

Unterdessen hat der TV Hüttenberg einen großen Schritt Richtung Bundesliga-Aufstieg gemacht. Im ersten Relegationsspiel setzte sich das Team von Jan Gorr gegen den favorisierten GWD Minden überlegen mit 30:19 (12:8) durch - und hat damit beste Karten für das entscheidende Rückspiel am kommenden Sonntag. «Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition und die werden wir mit allem, was wir haben, in der nächsten Woche verteidigen», meinte Gorr kämpferisch. Minden hat sich aber noch nicht aufgegeben. «Elf Tore aufzuholen ist schwer, aber nicht unmöglich», sagte Coach Ulf Schefvert.