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Handball-Fieber steigt an

"Der SC DHfK Leipzig will zurück in die Bundesliga. Gemeinsam mit Handballstar Stefan Kretzschmar wollen wir Leipzig in die stärkste Liga der Welt führen", ist auf jener "Bundesliga-Aktie" zu lesen, die als neues Sponsoringpaket weiteres Interesse am Aufschwung der Sachsen wecken soll. Der Männer-Handball in der Messestadt soll mittelfristig wieder hoffähig machen wollen

"Um unser großes Ziel "Bundesligahandball in Leipzig" zu erreichen, bedarf es einer soliden wirtschaftlichen Basis", unterstreicht Karsten Günther, Geschäftsführer der SC DHfK Handball Verwaltung GmbH. Um diese noch breiter aufzustellen, wurde der "Bundesliga Club 500" ins Leben gerufen. Das neue Sponsoringpaket hat einen Wert von 500 Euro pro Saison und ist auf 500 Pakete limitiert. So erhalten zukünftige Inhaber die "Bundesliga-Aktie" mit dem persönlichem Namenszug, Nummer und Originalunterschrift von Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar, Aufsichtsratmitglied des DHfK Leipzig. Außerdem erscheinen die Namen der "Aktionäre" auf der repräsentativen Aktionärswand im Foyer vor der Grubehalle sowie hier auf der Homepage des Vereins. Eine Saison-Dauerkarte mit entsprechender Rendite gehört ebenfalls dazu. Bei jedem Aufstieg, den Inhaber mit dem derzeitigen Drittligisten feiern, gibt es eine Dauerkarte für eine weitere Saison.

Das Handballfieber hat übrigens längst die Messestadt gepackt. Das heutige DHB-Pokalspiel zwischen dem Ost-Drittligisten und den Erstliga-Spitzenclub Füchse Berlin ist in der mit 2.000 Zuschauer fassenden Ernst-Grube-Sporthalle seit rund zwei Wochen bereits restlos ausverkauft.

"Normal haben wir da keine Chance", weiß der 23 Jahre alte Chefcoach, dessen Credo zumindestens im Handball-Alltag der dritten Liga Ost für Aufmerksamkeit sorgt: "Ich möchte meine Arbeit so gut machen, dass die Mannschaft immer ihr Leistungsvermögen erreicht, das Maximum bringt und jede Begegnung gewinnen kann." Der Student der Diplom-Psychologie war selbst aktiver Handballer, musste allerdings nach zwei Kreuzbandrissen vor zwei Jahren seine Karriere vorzeitig beenden. Mit 10:0 Punkten ist sein Konzept jedenfalls bisher aufgegangen. Aus der Konkursmasse des ehemaligen Zweitligisten Concordia Delitzsch kam das Sextett: Eric Jacob, Philipp Seitle, Ulrich Streitenberger, Thomas Oehlrich, René Boese und Steve Baumgärtel. Das macht natürlich neugierig. Zuletzt interessierten sich bereits 650 Zuschauer für den 28:26 Sieg gegen die mittelhessische HSG Pohlheim.