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Handball-Prominenz auf der Suche nach Antworten

>Das Feld war exzellent bestellt. Zu ihrem ersten Handball-Kongress hatte die HSG Düsseldorf vor der Berlin-Partie neben rund 70 geladenen Gästen hochkarätige Redner wie Bundestrainer Heiner Brand und DHB-Präsident Ulrich Strombach eingeladen. Auf der Suche nach Antworten auf Fragen wie "Wirft Geld Tore?" und der handballerischen Zukunft in Düsseldorf, sollte vor allem auch potenziellen Sponsoren der Ballsport in der Landeshauptstadt schmackhaft gemacht werden. Umso bitterer erwies sich am Ende der Umstand, dass sich die Düsseldorfer auf dem Parkett vor den Augen ihrer geladenen Gäste ab der 25. Spielminute und 9:8-Führung ihrem Schicksal ergaben.

"Wir müssen den Jugendhandball in Deutschland stärken", forderte Bundestrainer Heiner Brand in seiner halbstündigen Rede, in der auch erneut die Forderung nach einer Ausländerquote in der Bundesliga laut wurde. DHB-Präsident Ulrich Strombach "bewunderte" indes die Nachwuchsarbeit der HSG, die im Anschluss durch Liga-Präsident Rainer Witte zum dritten Mal das Jugendzertifikat verliehen bekam.

"Um Handball in Düsseldorf zu etablieren, müssen wir mindestens um Platz zehn mitspielen", betonte HSG-Manager Frank Flatten. Ein Vorhaben, das angesichts des derzeitigen Tabellenstands in diesen Tagen fast so utopisch erscheint wie der Strombachs Anregung, mal eine Partie im Dome, dem Eishockey-Tempel der DEG mit einem Fassungsvermögen von immerhin 13.400 Zuschauern, auszutragen. Gegen Berlin verliefen sich gerade einmal 1.500 Zuschauer in der Reisholzer Heimspielstätte. Und die Frage nach der handballerischen Zukunft in der Landeshauptstadt könnte ohne weitere Punkte schon bald auf dem Parkett beantwortet werden. HSG Düsseldorf