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Füchse Berlin

Hanning freut sich auf "Glücksspiele"

Nicht souverän, aber erfolgreich: Die Füchse Berlin lassen sich von den ungewohnten englischen Wochen weiter nichts anmerken. Nach dem 31:27-Sieg am Mittwoch in Hildesheim, der Tabellenplatz zwei einbrachte, steht der Champions-League-Teilnehmer vor zwei richtungsweisenden Spielen in Europa und der Bundesliga. „Die Partien in Silkeborg und nächste Woche in Gummersbach eröffnen uns unheimlich gute Perspektiven. Wenn wir diese beiden Glücksspiele gewinnen, sind wir in der Champions League und der Liga für längere Zeit mit oben dabei“, sagte Berlins Manager Bob Hanning.

Sollten die Füchse beim dänischen Vertreter Silkeborg am Sonntag (15.00 Uhr) gewinnen, haben sie bereits fünf Punkte gesammelt und beste Aussichten auf das Erreichen des Achtelfinales der Königsklasse. Mit einem Sieg am kommenden Mittwoch in Gummersbach (20.15 Uhr) hätte der Tabellenzweite zudem 14:2 Punkte auf dem Liga-Konto und wäre weiterhin die zweite Kraft hinter Ligaprimus THW Kiel. Für Hanning sind das jedoch keine Spiele, die unbedingt gewonnen werden müssen: „Die gewonnenen Heimspiele gegen Lübbecke und Kielce in der vergangenen Woche waren existenzieller.“ Seine Erklärung: „In Gummersbach kann man schon mal verlieren und in der Champions League auswärts sowieso.“ In Hildesheim schlich sich wie schon zuvor eine kurze Phase der Unkonzentriertheit in das Füchse-Spiel ein. Nachdem der Gast aus der Hauptstadt schon klar geführt hatte, kam die Eintracht in der 40. Minute bis auf zwei Tore heran. „Doch dann haben wir wieder Gas gegeben und sind nicht mehr in Gefahr geraten. Das ist eine große Stärke von uns, dass wir immer wieder ins Spiel zurückfinden“, sagte Linksaußen Ivan Nincevic, mit acht Treffern bester Berliner Werfer.

Diese Fähigkeit bewiesen die Füchse bereits in der vergangenen Saison, aber auch aktuell im Champions-League-Heimspiel gegen Kielce, als das Team trotz eines Zwei-Tore-Rückstandes sechs Minuten vor Schluss die Partie noch drehte. *Wir sind sehr stabil und die neue Erfahrung mit den englischen Wochen haben wir bislang sehr gut weggesteckt, obwohl einige Leute vorher Zweifel hatten*, meinte Mark Bult, der sich beim sechsten Saisonsieg in Hildesheim mit fünf Treffern auszeichnete. Einen kleinen Wermutstropfen mussten die Berliner jedoch verkraften: Kapitän Torsten Laen musste in der 40. Minute mit Schmerzen vom Feld. Der Däne hatte sich am linken Knie verletzt. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, sei die Verletzung nicht schwerwiegend, so dass der Kreisläufer am Sonntag gegen Bjerringbro-Silkeborg spielen können. Das gleiche gelte für Junioren-Nationalspieler Johannes Sellin, der ebenfalls über Schmerzen im Knie klagte.