THW Kiel - HSV Hamburg - Füchse Berlin - Nach dem Debakel hängt in Berlin der Haussegen schief - Hanning schimpft über "saft- und kraftlose" Füchse - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Nach dem Debakel hängt in Berlin der Haussegen schief

Hanning schimpft über "saft- und kraftlose" Füchse

Nach der Lehrstunde hängt bei den Füchsen der Haussegen schief. Manager Bob Hanning war stinksauer auf sein Team, das sich vor allem in den letzten 22 Minuten der Partie  „saft-, kraft- und willenlos“ in die Niederlage gefügt hatte. Da wurde aus der 17:22-Rückstand ein 23:40-Debakel, die höchste Pleite seit der Rückkehr der Berliner in die stärkste Liga der Welt.

Ober-Fuchs Hanning wollte die Extraklasse des Rekordmeisters nicht als Begründung für die am Ende blamable Vorstellung seiner Truppe akzeptieren: „Der THW ist ungeschlagen, das ist aber keine Entschuldigung für unser Auftreten auf dem Spielfeld. Kämpfen kann jeder, der auf der Platte steht. Es gibt nichts zu entschuldigen, solch eine zweite Halbzeit gibt es nicht. Man kann mal mit zehn verlieren, aber so nicht“, schimpfte der Berliner Macher, der sein Saisonziel „Einzug in den Europapokal“ bei weiteren ähnlich desolaten Vorstellungen entschwinden sieht.

Mit Leidenschaft gegen Hamburg?

„Hätte sich das eine Jugendmannschaft bei mir erlaubt, sie hätte nun ein unüberbrückbares Problem mit mir“, sagte er – ohne auszuschließen, dass sein Bundesliga-Team jetzt ebenfalls ein Problem hat. Sein Trainer wirkte zwar ebenfalls fassungslos, versuchte aber, kühlen Kopf zu bewahren. „Wir müssen das jetzt analysieren und Kräfte sammeln für das nächste Spiel“, sagte Dagur Sigurdsson und probierte ein erste Schnell-Analyse: Die Gründe für die katastrophal schlechte zweite Hälfte hatte der Isländer in „zu wenig Kraft und Leute, die ohne Energie spielen“ gefunden: „Außerdem hatten wir Totalausfälle im Angriff."

Viel Zeit, die Schwachstellen zu finden und auszumerzen, bleibt Sigurdsson nicht – schon nächsten Mittwoch gibt das mit dem HSV Hamburg das nächste Top-Team seine Visitenkarte im Fuchsbau ab. Was Manager Hanning noch mehr den Kamm schwellen lässt: „Hätte man mich vor diesem Spiel Kiel gefragt, hätte ich gesagt, dass wir mit Leidenschaft und Kampf gegen Hamburg eine Chance haben, falls beim HSV nicht alles rund läuft. Aber was soll ich jetzt sagen?“