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Hannover gewinnt den Überlebenskampf

In einem von zwei starken Abwehrreihen dominierten Abstiegskampf gelang dem TSV Hannover-Burgdorf nicht nur ein eminent wichtiger Sieg im Überlebenskampf, sondern man hielt auch einen Konkurrenten auf Distanz. Lediglich in der Anfangsphase lagen die Hausherren einmal beim 4:5 im Hintertreffen, danach behauptete man permanent eine Führung - teilweise mit bis zu vier Treffern - und gewann insofern auch verdient.


Sieg hing am seidenen Faden

Doch trotz eines 27:24-Vorsprungs in der 57. Minute wurde es noch einmal eng. Frantisek Szulc und Andrej Kogut brachten Düsseldorf noch einmal auf 27:26 heran. Die letzten 100 Sekunden waren dann an Dramatik nicht zu überbieten und hielten keinen der 4.341 Zuschauer in der ausverkauften AWD-Hall von Hannover auf den Sitzen. Erst warf Piotr Przybecki am Tor vorbei und brachte die Gäste so noch einmal in Ballbesitz. Der Sieg hing plötzlich am seidenen Faden. Doch Unglücksrabe Marcel Warnecke vergab zehn Sekunden vor Ultimo den möglichen Ausgleich und zielte rechts am Gehäuse vorbei. Lars Lehnhoff setzte dann mit der Schlusssekunde das umjubelte 28:26-Ausrufezeichen. "Wir haben die individuellen Qualitäten der Burgdorfer nicht ausreichend beachtet und uns auch gegen die Deckung sehr schwer getan. Dadurch fehlten uns die Distanztore aus dem Rückraum", haderte Düsseldorfs Trainer Goran Suton.

Burgdorfs Trainer Frank Carstens war rundum zufrieden: "Ein großes Lob an Torwart Jendrik Meyer, der den durch eine Ellenbogenverletzung noch angeschlagenen Puljezevic glänzend vertreten hat und unter dem Strich die wichtigeren Bälle gehalten hat als Düsseldorfs Savonis. Überragend in der zweiten Halbzeit auch Hannes Jon Jonsson, der auf alles eine Antwort hatte."