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HBW Balingen-Weilstetten

HBW muss weiter zittern

Mit einem souveränen Sieg machte der SC Magdeburg einen weiteren Schritt in Richtung Europa, während der HBW Balingen-Weilstetten weiter um den Klassenerhalt zittern muss. Mit 32:25 setzte sich der Ex-Meister gegen den Aufsteiger von 2006 durch. "Die Niederlage ist auch in dieser Höhe verdient", räumte HBW-Coach Rolf Brack unumwunden ein. "Eine Fehlwurforgie" sah der Sportwissenschaftler, welcher die "individuelle Klasse beim Torwurf" vermisste. Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde (5:6/ 14.) setzten sich die Bördeländer bereits in Durchgang eins deutlich ab: mit 15:10 nach 26 Minuten.

Unterschied im Keeperbereich
Während sich der ehemalige Balinger Robert Weber nach einem verworfenen Siebenmeter das Spielgerät wieder schnappte und kompromisslos einnetzte, scheiterten die Schwaben immer wieder an SCM-Keeper Gerrie Eijlers. "Er war nicht nur in dieser Phase unser großer Rückhalt", betonte SCM-Trainer Frank Carstens und sein Gegenüber fügte hinzu: "Der Unterschied im Torwartbereich erklärt bereits sehr viel."

HBW zu ausrechenbar
Hinzukamen "Riesenprobleme im Sechs gegen Sechs", wie es Brack formulierte, welcher erneut auf die verletzten Roland Schlinger (Adduktorenprobleme) und Johan Boisedu (Knie-OP) verzichten musste. "Das machte uns ausrechenbar", haderte der 57-Jährige, nachdem die Magdeburger konsequent gegen Benjamin Herth und Felix Lobedank verteidigten. "Lobo hatte gegen Wiegert einen schweren Stand", so Brack weiter, nachdem der SCM-Defensiv-spezialist den Balinger Linkshänder nahezu zur Bedeutungslosigkeit degradierte. Erst nach 50 Minuten gelang Lobedank sein erster Treffer. Da war die Partie längst entschieden: Mit 27:21 führten die Ostdeutschen, welche auch in der Schlussphase nichts mehr zuließen. "Wir wussten um die Probleme der Balinger im Angriff", verriet Carstens. Nach dem "souveränen Sieg" schickte er noch eine kurze Kampfansage an die Mitbewerber um die internationalen Plätze: "Unser Team kämpft zu 100 Prozent um Rang sieben."

Für die Württemberg geht es nach der 16. Niederlage weiter gegen den Abstieg. "Wir müssen dringend punkten", forderte Geschäftsführer Benjamin Chatton, "wir wollen nicht auf die mangelnde Qualität der Konkurrenz hoffen."