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Henning Fritz in Gala-Form

In der erstmals in dieser Saison ausverkauften SAP Arena in Mannheim sahen die Zuschauer einen packenden Kampf zweier Spitzenteams, der von den Abwehrreihen und zwei herausragend haltenden Torhütern geprägt wurde. Am Ende hatte der THW Kiel etwas mehr Glück und vermied damit die zweite Niederlage in Folge nach dem Pokal-K.o. in Gummersbach.

Zu Beginn wirkten die Löwen - trotz des Pokalsieges drei Tage zuvor in Göppingen - verunsichert, was der THW zur 4:0-Führung nutzte. Mit Henning Fritz in Gala-Form im Rücken kämpften sich die Badener allerdings wieder zurück in die Begegnung und hatten nach 22 Minuten den 7:7-Ausgleich geschafft. Als Uwe Gensheimer mit drei Treffern sogar die 11:9-Halbzeitführung für die Löwen herauswarf, bebte die Halle, der Sieg gegen den Deutschen Meister war in greifbarer Nähe.

Das lag in erster Linie an Fritz, der vier Siebenmeter abwehrte und insgesamt 23 Paraden zeigte. In der zweiten Hälfte verpassten es die Löwen, sich beim 14:11-Zwischenstand abzusetzen und als die Lindgren-Sieben in eigener Überzahl zwei Treffer zum 15:15 kassierten, war die Partie wieder völlig offen. Am Ende wurde es zum Nervenspiel: Während die Löwen die letzten vier Angriffe ungenutzt verstreichen ließen, traf Momir Ilic 35 Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter zum 23:22.