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Henriksson: "Die heißere Mannschaft hat gewonnen"

Totgesagte leben oftmals länger. "Die heißere Mannschaft hat gewonnen", brachte es GWD Mindens Kreisläufer Anders Henriksson auf den Punkt, "es ist zwar sehr schwierig, den Klassenerhalt zu schaffen. Aber wenn wir so spielen, dann kann es klappen." Nach der Düsseldorf-Niederlage war GWD in eine Art Schockstarre gefallen, Trainer Richard Ratka wurde nach viereinhalb Jahren Amtszeit schweren Herzens beurlaubt. Manager Horst Bredemeier: "Wir haben gegen den TuS gezeigt, dass wir noch leben und wir noch Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt haben."

Hoffnung macht den Verantwortlichen, dass GWD von den Abstiegskandidaten derzeit dass beste Torverhältnis und zudem ein Heimspiel mehr hat. Bredemeier erwartet einen verbissenen Kampf um den Relegationsplatz: "Gegen Nettelstedt haben wir den Anfang gemacht. Die nötige Aggressivität in der Deckung war da, die Einstellung der Mannschaft war gut." Der neue Trainer Ulf Schefvert hat der Mannschaft offenbar so etwas wie neues Leben eingehaucht. Auf sein ersten Heimspiel hatte er sich akribisch vorbereitet: "Wir haben sehr intensives Videostudium betrieben, haben die Spiele gegen die Rhein-Neckar-Löwen und Gummersbach ausgiebig analysiert. Wir wussten, dass die Lübbecker in Blazicko einen starken Torwart hat, mit Michael Jurecki und Frank Loke zudem Weltklasseleute. Wir waren auf Lübbecke sehr gut vorbereitet."

Was ihm missfiel, war das Tempogegenstoßspiel seiner Mannschaft: "Wir müssen viel mehr Kontertore machen. Wir spielen nicht Handball aus dem Jahr 1979, sondern von 2010."

Nach Remis aus dem Hinspiel und dem klaren Rückspiel-Sieg sicherte sich GWD Minden den inoffiziellen Titel "Kreismeister". Für diesen kann man sich zwar nichts kaufen, doch im Kreis Minden-Lübbecke wird er recht ernst genommen. GWD Minden