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THW Kiel erwartet den HSV Hamburg zum absoluten Spitzenspiel

Heute steigt der Gipfel!

Das ist der Gipfel, der Bundesliga-Gipfel: Erster gegen Zweiter, Titelverteidiger gegen Vize, pan-europäisches Star-Ensemble mit deutschen Außen gegen deutsch-kroatische Superstars mit französischem Beiwerk, Landeshauptstadt gegen Hansestadt und 122 HSV-Fans gegen 10.128 Zebra-Unterstützer: Die Partie zwischen dem THW Kiel und dem HSV Hamburg heute (ab 17.45 Uhr im Live-Ticker) ist ohne Frage das Spiel der Spiele in der Hinserie des Handball-Oberhauses.

Fest steht: Der Sieger des Duells zwischen Rekordmeister und Wunsch-Meister hat allerbeste Aussichten, als Tabellenführer während der EM-Pause zu überwintern. Beide Mannschaften haben in ihren Achtelfinalspielen des DHB-Pokals beeindruckende Generalproben hingelegt. Der HSV gewann beim kampfstarken HBW Balingen-Weilstetten mühelos mit 38:23, der THW setzte sich im ersten Nordgipfel der Woche in einem hochklassigen Derby bei der SG Flensburg-Handewitt mit 31:26 durch.

110 Tage seit dem Supercup

Weitere Voraussetzungen: Die gastgebenden Zebras haben exakt vor 110 Tagen ihre einzige Niederlage in den bislang 25 Pflichtspielen der Saison hinnehmen müssen: Im Supercup-Finale in Nürnberg bot der HSV beim 35:28 eine rundum überzeugende Leistung. An die konnten die Schützlinge von Trainer Martin Schwalb aber nicht immer anknüpfen: In der Bundesliga gab es eine 35:36-Niederlage bei Frisch auf Göppingen, in der Champions League wurden beide Duelle mit Titelverteidiger Balonmano Ciudad Real mit 26:32 und 28:30 verloren.

Der THW muss ohne Daniel Narcisse auskommen, der sich den kleinen Finger seiner Wurfhand gebrochen hat und erst nach der EM-Pause wieder für Kiel spielen wird. Beim HSV fehlt nur noch Langzeitpatient Oleg Velyky, beim Pokalsieg in Balingen feierte der lange verletzte Kreisläufer Bertrand Gille sein Comeback. Im Übrigen war es der HSV, der dem THW am 7. November 2007 beim 31:30 die bislang letzte Heimniederlage in der Bundesliga zufügen konnte.

Entscheidung in den letzten fünf Minuten

Beide Trainer versuchen, ihren Spielern die Anspannung zu nehmen. „Wir sind bereit“, verkündete Alfred Gislason, „das ist ein extremer Härtetest, aber wir sind vorbereitet.“ Und – wie das erst ab der 40. Minute entschiedene Spiel in Flensburg zeigte – auch gelassen genug, lange auf ein Nachlassen des Gegners zu warten. „Es wird erst in den letzten fünf Minuten entschieden“, glaubt der THW-Trainer.

„Auf dieses Spiel hat ganz Handball-Deutschland gewartet. So wie die beiden Mannschaften bisher aufgetreten sind, ist davon auszugehen, dass kein anderes Team mehr herankommt. Von daher kann ich die Vorfreude schon verstehen. Wir freuen uns ja auch“, sagt sein Hamburger Kollege. Aber auch Martin Schwalb will den Hype nicht zu hoch schrauben: „Das ist kein Endspiel. Es ist nicht davon auszugehen, dass wir oder Kiel danach verlustpunktfrei durch die Saison joggen.“

Verfolgen Sie den Bundesliga-Gipfel (und ab 15 Uhr die anderen Partien des Sonntags) hier ab 17.45 Uhr im Live-Ticker.