SC Magdeburg - Wegen angeblicher Steuerhinterziehung - Hildebrandt vor erneuter Anklage - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Wegen angeblicher Steuerhinterziehung

Hildebrandt vor erneuter Anklage

Der ehemalige Manager des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg, Bernd-Uwe Hildebrandt, muss möglicherweise erneut vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg will den 54-jährigen früheren Multifunktionär noch im Dezember wegen Steuerhinterziehung anklagen.

Dabei geht es um eine Summe von 800 000 Euro, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Magdeburg und bestätigte einen Bericht der «Magdeburger Volksstimme» vom gleichen Tag. Hildebrandt war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge soll Hildebrandt mindestens drei Jahre lang den Staat betrogen haben. So soll er bei Heimspielen des SC Magdeburg nur einen Teil der verkauften Karten ordnungsgemäß bei der Steuer angegeben und mit «schwarzen Kassen» operiert haben. Laut Staatsanwaltschaft hat er das Geld nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet, sondern für den Club verwendet.

Hildebrandt war in zwei Verfahren bereits wegen Bestechlichkeit beziehungsweise wegen Untreue und Betrugs zu Geldstrafen von 3000 beziehungsweise 7000 Euro verurteilt worden. Dabei war es um seine Tätigkeit als Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung des Leistungssports (gGFL), einer Tochtergesellschaft des Landessportbundes Sachsen-Anhalt (LSB), gegangen. Zudem war vor zwei Jahren ein Untreueverfahren gegen Zahlung von 10 000 Euro an die Handball Magdeburg GmbH als Wiedergutmachung eingestellt worden.