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Höchster Saisonsieg für die Füchse

Für die Gastgeber sollte es ein klarer Sieg werden und es kam der höchste Saisonsieg heraus, und doch nicht wirklich genug: Um den punktgleichen TV Großwallstadt vom achten Rang zu verdrängen, hätten es zwölf Treffer Differenz sein müssen.

"Wir haben in einigen Phasen übermotiviert agiert, aber einen Sieg mit zehn Toren Differenz muss man in der Bundesliga auch erst einmal hinkriegen", sagte Füchse-Coach Dagur Sigurdsson und fügte vielsagend hinzu: "Jetzt reisen wir jedenfalls nicht umsonst am letzten Spieltag nach Gummersbach." Soll heißen: Nach den Pokalerfolgen von Gummersbach und Lemgo haben die Berliner Handballfüchse das angetstrebte Ziel Europa durchaus noch im Kopf.

Die Berliner brauchten eine knappe Viertelstunde, um sich auf das Spiel der Dormagener einzustellen (von 4:4 auf 9:4) und danach bis zur Pause für klare Verhältnisse zu sorgen, wobei die taktische Maßnahme der Gäste, den Ex-Fuchs Jens Vortmann in der ersten Hälfte ins Tor zu stellen, nicht wirklich wirkte.

Der ehemalige Junioren-Nationalkeeper fand gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden nicht ins Spiel. Nach der Pause ein anderes Bild: Vitali Feshchanka im Tor der Dormagener avancierte zu einem Protagonisten der recht einseitigen Partie und die Berliner vergaben klarste Möglichkeiten, weil sie gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste nicht cool genug blieben und sogar in doppelter Überzahl einen Treffer hinnehmen mussten.

Dormagens Trainer Kai Wandschneider konnte dennoch zufrieden sein mit seinem schmalen Dutzend auf dem Parkett: "Wir haben alles gegeben mit unserer Rumpftruppe. Die Einstellung war absolut in Ordnung. Mehr war aber beim besten Willen nicht drin für uns."

Nach dem Schlusspfiff wurden Mark Bult, Kjetil Strand und Rico Göde vom treuen Publikum verabschiedet. Ivan Nincevic nicht. Der Kroate, für Stammspieler Wilczynski eingesprungen, wurde nach einigen Überlegungen nun doch für zwei Jahre unter Vertrag genommen.