HSG erstmals unter der 20-Tore-Marke - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

HSG erstmals unter der 20-Tore-Marke

Die Seiten waren vertauscht. Doch auch die taktische Variante von Trainer Ronny Rogawska brachte den Handballern der HSG am Ende nicht das lang ersehnte Erfolgserlebnis. Gegen den TV Großwallstadt hatte das Bundesliga-Schlusslicht erstmals zunächst auf der Gästebank Platz genommen, um für einen vermeintlichen Endspurt in der zweiten Halbzeit kurze Wege beim Spezialistenwechsel zwischen Torjäger Bostjan Hribar und Abwehrchef Patrick Fölser zu ermöglichen. Doch soweit kam es gar nicht erst. Denn die "echten" Gäste aus Mainfranken diktierten ab der 40. Spielminute das Geschehen und setzten sich am Ende mühelos mit 27:19 (15:12) durch.

Das Fehlen von Leitwolf Michael Hegemann, für den die Saison nach einem unter der Woche in Balingen zugezogenen Außenbandriss im linken Knie vorzeitig beendet ist, spiegelte sich sogleich in Zahlen wider: Erstmals blieb der Aufsteiger diese Saison vor eigener Kulisse unter der 20-Tore-Marke. Dem Angriff mangelte es wie schon drei Tage zuvor im Schwabenland an Ballsicherheit und Durchschlagskraft.

Dafür ging das Defensivkonzept in den ersten 19 Spielminuten gut auf. Die Düsseldorfer nahmen die linke Angriffsseite des TVG mit Andreas Kunz und Stefan Kneer aus dem Spiel und kamen nicht zuletzt durch einen bei 14 Paraden stark aufgelegten Almantas Savonis im Tor durch Florian von Gruchalla zur 8:6-Führung.

Doch dann wendete sich das Blatt. Allen voran Aktivposten Kunz war für den TVG mit acht Halbzeittoren die halbe Miete zur 15:12-Pausenführung gegen eine zusehends anfälligere Düsseldorfer Abwehr. Auch vorne wechselten sich insbesondere auf den Halb-Positionen in Person von Frantisek Sulc und Bostjan Hribar Licht und Schatten ab. Überhastete oder vom mit jeweils zehn Paraden pro Halbzeit blendend aufgelegten Mattias Andersson im TVG-Tor entschärfte Würfe reihten sich nahtlos an zahlreiche Fangfehler. Im Gegenzug sorgte ausgerechnet die Co-Produktion der beiden Rückraumschützen bei Sulcs Kempa-Tor zum 16:19 (40.) nach Anspiel Hribar für den letzten, am Ende aber schnell verpufften Düsseldorfer Hoffnungsschimmer.