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HSG-Offensive versagt auf ganzer Linie

Mit nur elf Toren pro Halbzeit steuerte die HSG Düsseldorf gegen keinesfalls in Bestform aufspielende Melsunger beim 22:26 immer tiefer in den Abstiegssog. Erst nach zehn Spielminuten und einer frühen Auszeit von HSG-Trainer Goran Suton gelang Patrick Fölser mit dem 2:5 der zweite Treffer für den Tabellenvorletzten, der nahtlos an seine letzten zwanzig schwachen Offensiv-Minuten aus Großwallstadt (21:33) anknüpfte. In einer von beiden Seiten niveauarm geführten Partie konnte der Aufsteiger einen 6:10-Rückstand durch einen Doppelpack von Torjäger Frantisek Sulc kurz vor der Pause zum 11:11 egalisieren. Doch auch nach dem Seitenwechsel lief im Düsseldorfer Angriff kaum etwas zusammen. Nikola Kedzo als Ersatzmann für Neuzugang Jan Henrik Behrends (Kreuzbandriss) musste bei lediglich einem zaghaften Wurfversuch als mutloser Totalausfall verbucht werden. Was das Offensivspiel linkslastig und somit sehr berechenbar machte. Die Düsseldorfer Defensive versuchte indes früh den gefährlichen Melsunger Rückraum zu stören, was auf Kosten von einem halben Dutzend Gegentoren vom Kreis aus ging. Viermal ließ Coach Suton auf der Torhüter-Position rotieren, ohne Erfolg. Dennoch bot sich der HSG zweimal die Möglichkeit zur Wende. Doch bei 14:14 (35.) vergab erst Frank Berblinger Straf- und Nachwurf, bevor beim 16:17 Melsungen einen leichtfertigen Ballverlust postwendend bestrafte und mit fünf Toren in Serie schließlich für die Vorentscheidung sorgte.