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HSV bestraft die Füchse

Beim Final Four um den DHB-Pokal in der eigenen Halle zuschauen zu müssen, dass schmerzt die Spieler des in Berlin ausgeschiedenen Pokalverteidigers HSV Hamburg sehr. Da war natürlich beim Bundesligaspiel im ausverkauften "Fuchsbau" (9.000 Zuschauer) am Sonntagnachmittag gegen die frechen Berliner eine Korrektur fällig. Sie bekam dann sogar den Charakter einer Strafexpedition. Soll heißen: Die Füchse wirkten zahnlos und auch ziemlich mutlos, weil die Hamburger beim 35:22-Sieg diesmal ganz strenge Maßstäbe anlegten, nämlich die einer absoluten Spitzenmannschaft.

Gnadenlos wurde jeder Missgriff der Berliner Gastgeber bestraft, als es noch zu Anfang den Anflug von gefühlter Augenhöhe zwischen beiden Teams gab. Aber Hamburgs Keeper Johannes Bitter hielt, Füchse-Keeper dagegen nicht und der überragende Gäste-Spielmacher Michael Kraus (nur im Angriff dabei, für ihn Domagoj Duvnjak in der Abwehr) brachte mit seinen ansatzlosen Würfen die Hamburger immer besser in die Spur (7 Treffer in 23 Minuten).

Dazu kam: Die Berliner bissen sich an der HSV-Abwehr die Zähne aus (Saisonrekord: Nur 9 Tore in 30 Minuten). Kurzum: Die einseitige Partie war bereits nach 26. Minuten entschieden (8:16).

Im zweiten Abschnitt reduzierten die Hamburger etwas das Gasgeben, ohne dass der derzeit bestehende Leistungsunterschied zwischen beiden Teams im Wesentlichen geändert worden wäre. "Wir haben mit schnellen Beinen und guter Absprache in der Abwehr die Angriffbemühungen der Berliner Füchse gestoppt und im zweiten Abschnitt das Ganze zusammen gehalten", sagte Hamburgs Coach Martin Schwalb.

Füchse-Manager Bob Hanning zu der klaren Niederlage: "Das hat es bei uns in dieser Saison noch nicht gegeben, wie wir gespielt haben, ohne Leidenschaft und ohne Herz." Nun soll das nächste Spiel bei den Rhein-Neckar-Löwen am heutigen Dienstag eher den Charakter eines Aufbauspiels erhalten - mit Blick auf das nächste ganz wichtige Heimspiel in Richtung Europa gegen den VfL Gummersbach.