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Hamburg will kräftig am Kieler Status rütteln

HSV fordert Meister THW heraus

Fünf Tage nach dem Weiterkommen im DHB-Pokal will der deutsche Meister THW Kiel auch in der Bundesliga die Weichen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung stellen. Der ungeschlagene Spitzenreiter (27:1 Punkte) könnte seine Führung vor heimischer Kulisse mit einem Sieg über Verfolger HSV Hamburg (26:2) auf drei Punkte ausbauen.

"Es knistert, das ist das Fest vor dem Fest. Wir können viel gewinnen. Und in Kiel weiß man, wie man große Siege erringt", sagte THW-Manager Uli Derad vor dem norddeutschen Gipfeltreffen, das die Kieler in 14 Liga-Vergleichen neunmal für sich entschieden haben und nur zweimal verloren. 10 250 Anhänger in der wie immer ausverkauften Sparkassen-Arena werden für ein Höllenspektakel sorgen. "Die Fans müssen unser achter Mann sein", forderte Filip Jicha.

"Noch enger zusmmenrücken"

Die Vorzeichen stehen auf Sieg für die daheim seit 34 Spielen ungeschlagenen "Zebras". Die letzte Niederlage kassierte der THW am 6. November 2007 gegen eben jenen HSV, der am 20. Dezember wieder der Gegner ist. Nur der Ausfall des französischen Nationalspielers Daniel Narcisse, der nach einem Fingerbruch operiert werden musste, trübt die Stimmung ein wenig. Aber nicht entscheidend. "Wir werden noch enger zusammenrücken, wie in den vergangenen Spielzeiten auch schon. Und wir werden noch stärker. Da bin ich mir sicher", sagte Jicha.

Das wird auch nötig sein, denn der HSV kommt mit einer klaren Kampfansage an die Förde. "Wir fahren nach Kiel, um den THW zu schlagen", kündigte HSV-Präsident Andreas Rudolph selbstbewusst an. Der 54-jährige Unternehmer hat vor der Saison erneut kräftig investiert und als Ziel eine Wachablösung gefordert: "Kiel ist die Nummer eins. Aber in dieser Saison wollen wir an diesem Status intensiv rütteln."

Viele trauen HSV den Titel zu

Das ist bislang überzeugend gelungen. Immerhin haben die Hamburger den Kielern mit dem 35:28 vor Saisonbeginn im Supercup das Nachsehen gegeben und ein nachhaltiges Achtungszeichen gesetzt. Das sieht auch Christian Fitzek so. "Wir liegen aktuell ganz dicht an den Kielern dran", sagte der HSV-Sportdirektor. "Mittlerweile trauen uns viele auch den Titel zu, wir selber sicher auch."